Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald  Die Taussendfüssler

 

 

 Trans - Europalauf von 19. April bis 21. Juni 2009

Schlotti läuft zu Fuß in 64 Tagen von Bari (Sizilien) zum Nordcup

Das sind 4485 Kilometer

20. Etappe, ein Tag wie jeder andere auch oder????

 

Und wir, Elisabeth, Jürgen Baumann und Franz Leins waren 1/64 zigstel dabei auf der 20 Etappe am 8. Mai von Seeg nach Pfaffenhausen über 65 Kilometer. 

 

Früh aufstehen war angesagt, denn um 2 Uhr 30 war für Franz die Abfahrt, Jürgen wollte die 6 Uhr Starter und etwas von dem morgendlichen Prozedere des Trans Europa Trosses erleben.

Neben den jetzt noch fast 60 Läufer/Innen sind noch ca. 35 Helfer, etliche Etappenläufer und das Ärzteteam vor Ort. Da ist ja allerhand was los und dieses erlebten wir auch als wir ca. 20 Minuten vor dem 6 Uhr Start in Seeg eintrafen. Wir wurde von sehr freundlich empfangen kennen wir doch sehr viele der Akteure persönlich, vor allem Jürgen, der ja schon 2 mal den Deutschlandlauf finischte. Franz sprach noch mit Trans Europa Reporten Jürgen Klemenz und dem SWR Fernsehteam unter der Leitung von Uli Fritz denn Hans Jürgen Schlotter wurde schon vor dem Europalauf auf Initiative von Franz vom SWR gefilmt. Jetzt stand Joachim Hauser, der an MS erkrankt ist und sich dieser extremen Herausforderung stellt, Rene Strosny der ganz vorne mitmischt und Hans Jürgen und Franz im Visier des SWR Filmteam.

Gegen 6 Uhr 30 fuhren wir im Schritt/Lauftempo auf der von Joachim Bartelmann ausgeschilderten Strecke der ersten Startgruppe hinterher, wobei Jürgen noch jedem Teilnehmer/In aufmunternde Worte zurief. Es war schon sehr interessant an den Läufer/Innen vorbei zu fahren und zu sehen wie sich das Lauftempo und der Laufstil nach vorne hin veränderten. Ab der 2. Verpflegungsstelle wollten Jürgen und Franz den Läufern entgegenlaufen, doch Jürgen hatte Ischiasbeschwerden und wartet zusammen mit Elisabeth am 2. VP auf die Laufwütigen. Derweil Franz entgegen der Strecke lief und so erst die schnelleren Läufer/Innen beobachten konnte, danach schon das Spitzentrio das um 7 Uhr gestartet ist und kurz vor dem 1. VP auf Schlotti traf. Gemeinsam bis zum VP 2 mit Schlotti gelaufen, sehr interessante Trans Europa „Geschichten“ erfahren, zwischendurch, ja zwischendurch durch eine Kuherde gelaufen, typisch Ostallgäu genauso so typisch war die Landschaft. Am VP 2 wieder Mit Baumanns zum VP 3, dort das Geschehnis rund um den VP beobachtet, den VP 4 ausgelassen und lange an VP 5 verweilt wo Jürgen sehr viele Bekannte vom DL in der Helfergruppe traf. Die Zeit verging sehr kurzweilig und zwischendurch in einer Bäckerei noch einen Cappuccino bevor mich Jürgen bei VP 6 rausschmiss. Ich war ja auch zum mitlaufen hergekommen. Jetzt hieß es warten bis Schlotti kommt. Erst kam das Führungstrio, das mächtig auf die Tube gedrückt hat, den Kilometer in 4:30 Minuten, so möchte ich Marathon laufen können und diese Spitzenathleten laufen das auf der 20. Etappe mit 65 Kilometer. Der VP 6 war der letzte VP und so war er mit Uli Schulte besetzt, den laufenden Pastor, mittlerweile nicht mehr laufend. Uli`s VP war interessant, das ganze Geschehen, die erzählten Geschichten und auch Jan Straub seines Zeichens Sanitäter aus Horb am Neckar hatte einiges zu erzählen. Und nun war wieder laufen angesagt, Schlotti war auf den letzten 11 Kilometer. Zusammen hatten wir auch viel zu erzählen, Schlotti von dem Japanischen Läufer der Nachts die Halle mit seinem ………. nicht zu Ruhe kommen lässt, was momentan für Schlotti der einzige Grund wäre aufzuhören.  Ihm geht es gut, er läuft nur so vor sich hin, lässt sich einfach treiben und ist froh dass ich ein wenig schneller laufe. Hey, lauf ein wenig weiter rechts, ich möchte nicht in den Kuhfladen treten ich muss die Schuhe ja in meine Tasche tun. Lauf du lieber auf dem Bürgersteig, ich laufe auf der Strasse, Bürgensteige sind gefährlich, da kommt so manch Auto rasant aus der Einfahrt, Bordsteine sind schräge, uneben, Steine liegen im Weg und das mit Beinen wo schon über 1300 Kilometer gelaufen sind. Das Geschimpfe und Vogelzeichen geben der entgegenkommenden Autofahrer/Innen ignoriert er. Allerhand Insiderwissen gibt er mir wie er am besten durch den Lauf kommt. Ich mache keine Positionskämpfe mit ich möchte am Nordcup ankommen so in der Art kommen Erzählungen von ihm, die Zeit vergeht kurzweilig und als gerade zwischen uns und einem älteren Radfahren ein Gespräch – Radfahrer…was macht ihr da..Schlotti….zum Nordcup laufen… Radfahrer kopfschütteln und wie lange lauft ihr noch…… Franz, bis morgen zum Frühstück…Schlotti wir sind in Bari gestarteten und laufen 4500 Kilometer in 64 Tagen…..Radfahrer, das ist weit……Franz, da musst du schon deine Kette ölen…Radfahren, nicht nur meine Kette……Gelächter…..und schon entdeckt Schlotti das SWR Filmteam das in der Wiese stehen und filmt. Später fahren sie neben uns mit laufender Kamera  und schon sehen wir das Ziel. Ich bin nicht durch das Zielbanner gelaufen das steht mir nicht zu, denn das ist schon eine grandiose Leistung der Läufer/Innen die jetzt schon 20 Tage laufen.

Jürgen macht noch viele Fotos, im Ganzen über 500 und Elisabeth freundet sich mit Menschen von der Alb an, ich gehe duschen und danach nehmen wir noch viele Eindrücke mit vom Trans Europa Trip. Verabschieden wir uns noch von den vielen Bekannten und unbekannten Läufer/Innen, besonders von Schlotti, Joachim Hauser, Klaus Wanner, Ingo Schulze usw.  und vom Etappenläufer Bernd Kalinowski vom Baltic Run 2008.

Es war ein sehr interessanter Tag für uns, aber so ein Tag reicht nicht mal um in das Geschehen reinzuschnuppern was in dem Komplex Trans Europa so alles steckt. Alles aufzuschreiben und auszudrücken vermag ich auch nicht, waren wir nur 1/64 zigstel dabei, nein nicht dabei, nur geschnuppert.

Wir wünschen allen Teilnehmer/Innen und der ganzen Organisation dass so viel wie möglich laufend am Nordcup ankommen.

 

Franz Leins