Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald Die Taussendfüssler
Schluchtensteig – Marathon am 29. Mai 2009
Und eins kann
ich gleich sagen – der geplante 2 Tageslauf im September kann so nicht gelaufen
werde – warum ?? die Strecke ist erstens - viel zu schön um durchzubrausen,
zweitens viel zu anstrengend um 65 Kilometer an einem Tag und 53 Kilometer am
nächsten Tag zu laufen. Also überlege
ich was ich/wir machen werden.
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Recht spontan
und kurzfristig kam von mir (Franz) der Einfall einen Trainingsmarathon zu
laufen und die Wegstrecke vom Schluchtensteig wollte ich auch mal sehen. Schön
war es dass Udo Stossberger, er war der erste am Treffpunkt an der
Autobahnauffahrt in Horb, Heike Christ und Thomas Bucher der uns fast noch
verpasst hätte mich begleiteten. Also
ab kurz vor 6 Uhr nach Bonndorf wo wir bequem den Reisebus nach Stühlingen
erwischten um uns nach kurzer Orientierung auf den Schluchtensteigweg machten.
Schon zu Beginn um 8 Uhr zeigte sich dass die Ausschilderung mit dem
Schluchtenkennzeichen mangelhaft war, die Orientierung erfolgte größtenteils an
der Beschilderung vom Ostweg und Freiburg-Bodensee Querweg und die von mir
gekaufte Karte war auch nicht der Hammer. Dank vieler Augen verliefen wir uns
nur einmal und zwar nach Ewattingen. Ewattingen liegt hoch, sehr hoch und da
mussten wir wieder runter ins Tal.
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Also, die ersten
Kilometer von Stühlingen weg führten uns entlang der Wutach flach und eben über
teils schmale Trampelpfade nach Weizen.
Nein da gabs kein „Kühles“, dort gibt
es das Sauschwänzlebähnle und gegenüber
der Grenzübertritt in die Schweiz auf einem schmalen Brückle. Ja, aber jetzt
liefen wir auf schmalen Wegen weg von der Schlucht wobei die Steige erst später
kamen. Gut zu laufende Forst und Waldwege genügend Höhenmeter frische
Temperaturen einiges Schweißtropfen und schon waren wir am Gasthaus zur
Wutachschlucht wo es noch etwas über das „Sauschwänzle“ zu schmunzeln gab. Von
hier ab waren wir schon froh in der frische des Wutachtales zu laufen stiegen
doch die Temperaturen und unsere Stimmung noch mehr an. Jetzt konnten wir die
Wutach immer wieder bestaunen wenn wir über kleine „Brückle“ inmitten scheinbar
wenig berührter Natur liefen. Lange
sollte das nicht so währen denn jetzt kamen die Steige, und was für Steige,
steinige, schmale seitlich und teils schon fast ausgesetzt am Hang mit super Aussichten
in das Tal. Sattes grün der Vegetation, moosbehangene umgestürzter dem zerfall
überlassenen Bäume, meterhohe Findlinge, verwegen Übergänge auf quergesägten
Bäumen begleiteten uns über mehrere Kilometer bis wir auf der Hochebene um Bühl
heraus kamen. Ähnlich der Schwäbischen Alb, vielleicht etwas rauer liefen wir
auf Feld- und Wiesenwegen inmitten natürlich belassener Blumenwiesen bevor es
wieder einmal quer an steilen Wiesenhängen hinab nach Blumberg ging. Blumberg
eiligst durchlaufen, durch kleine Dörfer und Weiler fast geirrt, doch die
Wanderkarte und gute Augen und dennoch, falsch abgebogen irgendwie im Wald und
so kamen wir nach Ewattingen, das Ewattingen das ganz oben auf dem berge liegt.
Es half nichts, zurück und wieder auf den richtigen Weg gekommen ging es zum
Einstieg- und Abstieg an den Wasserfall. Hier mussten wir die 8 Meter hohe
Leiter absteigen, kein Problem, den Wasserfall besichtigt und schon wider hoch
in Landschaft pur. Hier in einem
kleinen Örtchen und in einer Pfütze erfrischte sich Udo nachdem er einem
kleinen Mädchen das Fahrrad reparierte. Ab der Wutachmühle passierten wir ein
Highlight nach dem anderen. Die Wutachversickerung und die Felsengalerie waren
die markantesten. Laufen in Landschaft pur, teil mit Seilen gesichert teil
links die Felswand, rechts die Wutach in schönster Bracht und das Kilometer
lang, doch die Schattenmühle sollten wir nicht mehr erreichen. Ja, die Zeit
ging viel zu schnell vorbei und die Kilometer waren auch schon da und so nahmen
wir den direkten Weg nach Bonndorf. Zum allerletzten mal steil bergauf, gut 4,5
Kilometer und jetzt wissen wir dass Bonndorf ganz oben liegt. Noch kurz die
Beine im Brunnen gekühlt und ab zurück wo alles begann. Horb am Neckar Park und
Ride an der A 81.
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Ich (Franz) kann
für mich sagen, dass ich selten so eine schöne abenteuerlichen Landschaftslauf
gemacht habe. Fast 42 Kilometer war die Strecke und barg dazu noch über 1400
Höhenmeter und der gesamte Schluchtensteig misst 118 Kilometer.
Bilder : Franz
Bericht: Franz