Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald Die Taussendfüssler
8. Internationaler Gondoevent
Samstag 1. und Sonntag 2. August
2009-08-03 am Simplonpass im Wallis Schweiz
Der Doppel-Marathon-Erlebnislauf für „Hartgesottene“ und das Gondorunning für „Rassige“ sollte so ein kleines Highlight für die Tausendfüßßler im Jahr 2009 sein.
Daraus geworden ist aber ein großes Highlight denn mit Heike, Ralf, Jürgen, Franz (LT Sulz am Eck) und Roland Riedel (Adler Bottrop) für den Doppeldecker und Brigitta, Claudia, Steffi und Noris (LC Waldachtal) waren wir doch eine recht ordentliche Gruppe.
Die Gruppe der Doppeldecker lies sich schon am Freitag vor dem Mittagessen von Franz und Beifahrer Jürgen nach Gondo chauffieren, wobei der Großteil erst bei der Autoverladung in Kandersteg zu sich kam. Nach entspannter Anreise in Gondo erst mal Startnummer abgeholt, das Massenquartier in der Schule bezogen und im Stockalperturm dem Pastaessen gefrönt. All Inklusive, auch der Weis/Rotwein und Wasser war inbegriffen, so konnte es weitergehen.
Tag 1
Nach einer ruhigen Nacht im Massenlager begleitet vom rauschen des Wasserfalls ging es frühmorgens teils entspannt teils geschäftig zur Sache. Wir haben um kurz nach 6 Uhr vor dem Stockalperturm im freien ausgiebig gefrühstückt, danach alle Startvorrausetzungen erledigt, noch mit den vielen Bekannten gequatscht und schon ging es los. 8 Uhr 10 ohne viel „Federleszensen“ der Startschuss und jetzt war sich jeder selbst überlassen. 42 Kilometer und 2000 Höhenmeter rauf- und runter mussten jetzt irgendwie bewältigt werden so jeder wie er wollte oder konnte. Heike und Roland liefen gemeinsam ohne Hektik und Druck, nur locker im Ziel ankommen war ihre Devise und ohnehin ist Heike keine Bergziege. Ihre Devise ging voll auf und jetzt kann sich Heike nicht mehr rausreden im Gebirge nicht gut laufen zu können denn sie wurde bei weitem nicht Letzte.
Und was machten Ralf, Jürgen und Franz ????? machten sie gegenseitig ein Jagtrennen????? Nein, ganz im Gegenteil, jeder suchte sich seine eigene Renneinteilung. Bis zum Simplonpass waren sie nicht weit getrennt, jeder fand sein individuelles Tempo und so erschrak Franz fast als er beim Abstieg vom Bistinienpass rechts über eine Viehweide kommend den Ralf mit anderen Mitläufern sah. Verlaufen, wegen einer Viehherde??? Oder weil sie sich nicht an den Rindviechern vorbei trauten?? Ralfs CPS zeigte hinterher 1,5 Km mehr an. Der 1. Platz bei dem Viehweidensprint war ihm somit sicher und so stürzte er sich wagemutig vor Franz den Berg hinab. Steil bergablaufen auf ausgetretenen Bergpfaden, über Geröll, Steinplatten und sonstiges was im alpinen Gelände üblich ist das war nicht so das Ding von Franz dem öfters die Beine umkniggten. Also langsam und „sicher“ den Berg hinab derweil Jürgen sich langsam an Franz heranpirschte. Trotz alledem war noch Zeit die schöne Bergwelt mit ihren einmaligen Aussichten zu genießen und den Blick in die Natur der Bergwelt zu richten. An seilgesicherten Übergängen vorbei, unter dem Wasserfall hindurch und und und……und so ging es ab Km 35 auf die letzten 7 Kilometer, nur noch 7 Km, aber was für welche. Franz und Ralf dachten, 45 Minuten werden schon reichen. Jürgen dachte, ich kennen die Strecke ich werde Franz noch sehen. Gesehen haben sie alle dann was ganz anderes. Ralf, dass die 45 Minuten ein Trugschluss war, Franz, dass die Rampe erst nach der Flußdurchquerung kommt und Jürgen fast den Schwarzen Mann, denn ohne Mütze in der Hitze den ganze Tag und so „hockte“ er sich vor der Rampe erstmals hin und dachte, heute ist nicht mein Tag. Ja die Rampe, Mann/Frau konnte sie nicht laufen oder wandern sonder eigentlich nur hoch kriechen ein hinfallen war unmöglich, es ging nur noch ein hinlegen. Irgendwie geht alles dann doch vorbei und so saß Ralf zufrieden auf der Steintreppe vor dem Ziel als Franz anwatschelte und Jürgen schaffte es auch irgendwie. Nur Heike und Roland kamen laut Prognose von Ralf 1 Stunde zu früh.
Ausgiebig über das erlebte berichtet, reichlich Wasser und Nahrung im Zielbereich zu sich genommen im Luftschutzbunker einquartiert, geduscht, etwas relaxt war auch der Tag ein Erfolg.
Rechtzeitig zum leckeren Abendessen kamen noch die Waldachtaler Gondorunner, Claudia, Steffi und Noris, letztere zwei zogen dem Bunker doch einem Hotel vor. Sehr gut gegessen ging der Tag in der Sonne liegend vorbei und dann kamen auch noch Brigitta und Klaus Plathe die in ihrem Campingbus ihr Nacht verbrachen während der Rest im Bunker………..
Tag 2
Übliches Prozedere, Frühstück, tart zum Jagtrennen ab 7 Uhr, wir durften um 7 Uhr 30 ran.
Keine gute Wetterprognose, aber was soll es, es soll losgehen, losjoggen, loswandern oder wie es halt nach 42 Km im Gebirgen einen Tag später so ist. Die „Rassigen“ Gondorunner (28 Km) starteten um 8 Uhr.
Also los jetzt, Das LT Sulz Trio auf den ersten Kilometern immer wieder zusammen laufend/ schnaufend/schwitzend und wie es beim „Gondo“ so ist, entweder bergauf oder runter aber immer ganz schön hart so wie wir es wollten. Bei Km 16 für die Marathonis war Km 8 der Runners und danach sollte es für alle auf den gleichen Wegen bis zum Furggupass gehen.
Dass wir Noris die Bergziege nicht mehr zu Gesicht bekommen würden war ja klar, er ist in den Gebirgen in seinem Element und gewann auch überlegen seine Altersklasse. Aber Brigitta und Claudia waren auch weg, nur Steffi konnten wir kurz vor dem Simplonpass überholen. Ralf plagte sein Knie, Schnürsenkelprobleme, Jürgen fotografierte viel und Franz war froh den Simplonpass erreicht zu haben währenddessen Ralf nach Problembehebung zur Aufholjagd blies. Klaus Plathe dokumentierte per Digitalkamera die Simplonpassankunft und die Hatz bergab begann, genauso wie der Donner, Blitz und der immer heftiger einsetzende Regen. Bald war auch die Windjacke durchnässt, ebenso wie die Laufstrecke. Hier waren Jürgen und Ralf in ihrem Element nur Franz hoppelte hinterher bis Steffi freudig rief, „Franz mach Platz da“ und schon war sie weg. Zeitweise lief das Wasser mehrer Zentimeter hoch über die Strasse und niemand machte sich mehr Sorgen ob die Schuhe trocken bleiben würden. Zwischendrin sprachen Jürgen und Franz noch, wann und wo der Lauf gekänzelt werden würde, beobachteten noch Steffi die ausgiebig die Verpflegungsstände in Anspruch nahm und Franz die Boullion reichte und schon waren wir kurz nacheinander an der Abzweigung Gondo/Furggu währenddessen Noris schon das Ziel ins Visier nahm, Heike und Roland mitten im Gewitter standen, Ralf und Jürgen den Furggu hoch hechelten. Steffi mahnte Franz noch zur Eile damit dieser noch auf den Furggu laufen durfte. Der Furggupass ist 3 Kilometer lang und hat knapp 600 Höhenmeter. Vom Rennarzt noch kurz angesprochen ging Franz quasi als Besenläufer auf den Furggu, nach ihm durfte keine mehr rauf. Erstaunlich gut ging es herauf für Franz, der 2004 noch gut in Erinerrung hatte als er dort von Brigitta geschluckt wurde. Dieses mal gab es keine Sonne, nur leichte Nieselregen. Knapp eine Stunde später war Franz oben. Jürgen saß in der Berghütte und Ralf überhörte irgendwie den Rennabbruch. Aus die Maus auf dem Furggu, zurück ins Ziel per Auto. Für Brigitta, Claudia und Steffi war das „Aus“ bei Km 25. nur 3 Kilometer vor Gondo, doch die Gefahr wegen Steinschlag usw. war zu groß, floss doch der ganze Niederschlag des Gewitters den Berg herunter. Brigitta durfte sich dann noch als Siegerin ihrer Altersklasse feiern lassen.
So ging nun der „8. Gondo“ mit einem sinnvollen Rennanbruch zu Ende und wir hatten wieder sehr viele Erlebnisse/Geschichten und es soll nicht das letzte mal sein, dass wir uns dort der Herausforderung 2 mal Bergmarathon mit je 2000 Höhenmetern stellen.
Wir trafen dort sehr viele Bekannte Gesichter und wie immer eine hervorragende, sehr freundliche Organisation und konnten als Abschied noch jeder einen „Laib Käse“ mit nach Hause nehmen, wobei der Siegerkäse von Noris mit seinen gut 2,5 Kilogramm unser Auto bei der Heimreise arg verstunken hat oder waren das unsere „Füße“?
Fazit, wer einen großen Siegerkäse möchte muss entweder schneller oder schneller älter werden. Auch in der Mannschaftswertung konnten wir uns nicht auf eine Tobleroneplatzierung vordrängen………………….
Unter
Ergebnisliste und Bilder
und sicherlich wird es unter
noch schöne ausführliche Berichte/Info geben
Gondo Event Ergebnisse
2. Tag Rennabbruch Zeitnahme für alle war Simplon - Dorf.
Heftige Gewitter und teils kleinere Bergrutsche war der Grund für diese richtige Entscheidung.
Ralf, Jürgen und Franz erreichten noch den Gipfel vom Furgupass bei Km 33.
Ralf lief noch ins Ziel, er bekam den Rennabbruch nicht richtig mit.
Heike und Roland stiegen in Simplon Dorf ins Auto.
Männer 2 1969 – 1960
1. Tag 2. Tag Gesamt
Ralf Linke AK 17. Platz 5:40:44 Std. 4:02:00 9:42:44
Jürgen Kaiser AK 25. Platz 6:28:37 Std. 4:04:30 10:33:07
Roland Riedel AK 34. Platz 7:04:12 Std. 4:54:00 11:58:12
Männer 3 1959 – 1959
Franz Leins AK 8. Platz 5:50:33 Std. 4:05:00 9:55:33
Frauen 2 1969 – 1960
Heike Christ AK 7. Platz 7:04:12 Std. 4:53:30 11:57:42
Mannschaftswertung
7. Gesamt LT Sulz am Eck Linke, Leins, Kaiser 30:11:26 Std.
Gondorunning 28 Km Rennabbruch und Zeit – oder Einlaufliste Simplon - Dorf
Noris durfte noch in Gondo Finischen
Brigitta, Claudia und Steffi wurden aus Sicherheitsgründen (Bergrutsch) 3 Km vor dem Ziel aus dem Rennen genommen.
Männer 4 1949 – 1945
Noris Rigotti AK 1. Platz 3:34:38 Std.
Frauen 2 1969 – 1960
Claudia Leins AK 11. Platz Abbruch nach Einlaufliste
Stephanie Spohr AK 12. Platz Abbruch nach Einlaufliste
Frauen 3 1959 – 1959
Brigitta Plathe AK 1. Platz Abbruch nach Einlaufliste