Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald Die Taussendfüssler
Deutsche 100 Km
Straßenlaufmeisterschaft 3. Oktober 2009 in Ahrweiler
1:0 für den VFL Ostelsheim gegen den LT Sulz am
Eck und 180 Km zu 125 Km

Friedemann, seine Idee war es Anfand des Jahres 2009 mehr
locker/grinsend gesagt einen Vergleich zwischen VFL und LT, das sind die beiden
Vereine die in unserer Region mit den erfolgreichsten Ultraläufer/Innen haben.
Zusammen trainieren sie ja auch sehr oft.
Leider war es Friedemann und
„Schlotti usw. nicht vergönnt aus verschiedenen Gründen dabei zu sein und so fuhren
wir – Thilo Moser, Udo Stoßberger, Ralf Linke und Franz Leins mit den Betreuern
Nicol und Friedemann am Freitagabend 2.10.2009 nach Ahrweiler zum „Kräfte“
messen.
Ich der Franz berichte
aus meiner Sicht.
Die Strecke (5 Km Runde) war
für eine Meisterschaft nicht wirklich gut. Etliche Über- und Unterführungen
einige Höhenmeter, nicht flüssig zu laufen und auch noch etliche Schachtdeckel,
viele Bordsteinkanten wo man aufpassen musste, doch für den Ausgang in
keiner Weise entscheidend da ja alle die gleiche Strecke unter die Füße
nehmen mussten und wir, außer Thilo auch an specktakulären Bergultras
teilnehmen. Das wirkliche Problem oder die Schwierigkeit war allerdings
die morgendliche nasse Kälte die erst gegen 8 Uhr 30 (Start 6 Uhr
30) nach lies und das konnten sehr viele, auch Spitzenläufer nicht mehr
kompensieren. Als das Wetter wirklich läuferfreundlich wurde war ich so
ausgekühlt und hatte mir meinen Rücken verkühlt und konnte keinen Fuß mehr vor
den anderen setzten. Diese Probleme hatten sehr viele. Andere hatten dagegen
Magenprobleme. Nach der Mittagszeit kam noch Gegenwind auf und das beim 1. Km
der auch noch bergauf ging aber da war ich schon geduscht. Ja, ich
war eindeutig nicht zu schnell angegangen, Nein ich war nicht richtig
angezogen und fror von Anbeginn an sehr und versäumte in der Hoffnung es wird
bald wärmer mich gleich nach der ersten Runde umzuziehen. Wechselkleidung hatte
ich direkt zur genüge and er Strecke. So zog ich meine Runden um die 5:30
Minuten pro Kilometer und als es wärmer wurde war es zu spät. Bei Marathon fing
es mit den Rückenschmerzen an. Ich fühlte als sei alles entzündet und die
Muskulatur zog sich zu. Friedemann schlug mir noch eine Massage vor doch ich
machte meine 50 Km in 4:39 Stunden erst noch voll. Dann umgezogen doch
es sollte nicht mehr besser werden. Bei 55 Km von Nicol noch den Rücken
eingerieben und gelockert, es half nichts ich drehte kurz nach verlassen des
Zielbereiches um und beendete den Lauf.
Ralf, hier sein
Statement:
gibt´s das denn wirklich?
Bei mir lief es von Anfang an sehr gut. Die geplante Zeit war mit 10:30 -
11:00 Std. geplant. Danach "plante" , lief ich die erste Runde
früh morgens um 6:30 Uhr los. Ohne Frühstück im Magen und einer nicht besonders
gut geschlafenen Nacht. Denn die Matten sind gut zum Turnen aber sche... zum
schlafen.
Dann das Frühstück, um 4:30 Uhr aufstehen und auf Frühstück gefreut aber
die Enttäuschung lies nicht lange auf sich warten. Es gab nur belegte Brötchen
mit Wurst oder Käse und das aller schlimmste nur Kaffee, keinen Tee,
furchtbar schlimmer kann der Tag nicht anfangen, oder? Also ging ich wieder auf
die Matte und machte die Augen noch ne weile zu.
Der Start ging wie geplant um 6:30 Uhr los. Es war noch Nacht mit Vollmond
und bitter Kalt. Gefühlte 5-6°C und eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit die
gleich durch die Klamotten war. Die erste Runde ging ich gut eingepackt mit
Mütze, Handschuh und Halstuch los. Das war eine gute Entscheidung,
Die Sachen gab ich dann nach und nach ab, an unserem Verpflegungsstand
der wurde von Friedemann, der einen Ermüdungsbruch hat und für diese Jahr außer
Gefecht ist und von Nicole die mit Thilo, neuer Mann bei den Ostelsheimer, ist.
Mit dabei waren auch noch Udo und natürlich unser Fahrer Franz.
Die erste Runde lief ich dann mit 30 Min. an, es ist eine 5 Km Runde zu
umlaufen. Die zweite und folgende lief ich dann konstant mit 28 Min. Es
Lief super, die Verpflegung war echt gut, Gott sei Dank. Denn ich musste ja
mein Frühstück auf der Strecke einnehmen. Was ich so im nachhinein gar nicht so
schlecht empfunden habe. Hatte keinerlei Probleme mit meinem
Gedärme und mußte auch das Dixi nicht aufsuchen. Die Strecke hatte es in
sich was aber auf den ersten 10 Runden gar nicht so auffiel. Es
ging über zwei Brücken die zum Ausgang ein starkes Gefälle hatten mit einer
Kurve. Es ging auch 4 mal unter einer Brücke durch und jedes mal mit einen
kurzen Gefälle und auf der anderen Seite die gleiche Steigung wieder hoch. Wie
gesagt am Anfang ging es ja noch ohne Probleme aber im laufe der Zeit
wurde das für viele zuviel und es stiegen immer mehr Läufer aus je länger der
Lauf ging. (die Ausfallquote war bei fast 52%). Zurück zu meine
Lauf, es lief sehr gut, mir ging es auch sehr gut, keinerlei Probleme. Ich
hielt den abstand zu Franz konstant auf ca. 2 Km. Wir sahen uns immer
wider an der gleichen stelle. Und so hatte ich einen Anhaltspunkt wo ich mich
befand. So bei der 9 oder 10 Runde viel mir dann auf das ich Franz immer später
sah, als ich dann bei meiner 10 oder war´s die 11 Runde? Sah ich dann Franz bei
Verpflegungsstand stehen. Er hatte Starke Rückenprobleme, Verspannungen die
sich über den ganzen Rücken ausbreiteten. Und es ging nichts mehr bei Franz. Ab
der 10 Runde lief ich dann die Runden in 30 Min. weiter und ich verspürte in
meine linken Knie einen leichten Druck. Lief aber immer noch alles gut
und Rund. Dann bei 66 Km, der Wind wurde bis dahin auch immer stärker und blies
die Absperrungsbänder auf die Strecke, denen wollte ich ausweichen und lief auf
dem Parkstreifen weiter beim diesem Ausweichmanöver vertrat ich mir nur
leicht den linken Fuß und es machte in meine linken Knie "Plopp" und
der Druck wurde schlagartig aufs ganze Knie Verteilt. Es ging dann noch 1 Km
weiter zu joggen aber dann ging nichts mehr. Das Knie wurde Steif wie
ein Brett und tat höllisch weh. Die Runde ging ich dann noch humpelt zu Ende.
Versucht auch nochmals anzulaufen aber nichts ging mehr. So brach ich das
Rennen ab, mein erster Rennabbruch. Heute am Sonntag geht's meinem Knie wieder
besser, das ganze Wasser ist fast raus und der Druck ist weg. Was so eine Zyste
alles verursachen kann. Alles lief so gut und doch wars nichts.

Udo, schon auf der Hinfahrt berichtete er von
Rückenproblemen doch er hat einen „Biss“ wie ein Kokodil. Ich glaube er
ist die ersten 2 Runden mit Thilo gelaufen und danach sehr gleichmäßig zusammen
mit einem „Musikmanager“ bis dieser bei Km 50 ausstieg. Da ging es Udo
schon sehr bescheiden und erkämpfte sich noch bis 80 Kilometer durch. Für eine
Mannschaftswertung wäre er noch weitergelaufen aber so machte es keinen
Sinn mehr. In der Zeit wäre er allemal geblieben denn 80 Km in 7:29:22 Std.
muss erst mal gelaufen werden.
Thilo, mit dem hätte der Bericht eigentlich erst anfangen
müssen denn er machte seinen „ERSTEN“ 100 Kilometerlauf. Etwas verhalten
beginnend danach gut in sein Tempo gekommen unterbot er in souveräner Weise
sein anvisierten 8:30 bis 9 Stunden mit 8:28:26
Stunden als 6. in M 40 bei den Deutschen. So wie er förmlich mit hoch
gerissenen Armen in das Ziel gestürzt so freuten wir uns alle mit ihm.
Betreut wurden wir von Nicole, einer Arbeitskollegin
von Thilo und Friedemann. Sie haben uns erstklassig versorgt und motiviert,
brachten manch erheiternde Momente beim Zieleinlauf für uns.
Auch wenn nicht alles so
lief wie wir wollten, 100 Km wollen erst mal gelaufen sein, so hatten wir doch
einen recht schönen „Ausflug“ zusammen gemacht.
Organisation:
Wir wurden sehr freundlich
empfangen, durften kostenlos in der Halle direkt bei Start und Ziel übernachten
mit Pastaessen. Verpflegung auf der Strecke war gut, sogar eine Wasserstelle
auf der 5 Km Runde und vor allem sehr freundliche Helfer die uns immer wieder
motivierten. An der „Rampe“ von Ahrweiler kurz vor Km 4 gab es mach
lächelnde/aufheiternde Sprüche so dass ich da nicht in Versuchung kam zu gehen.
Alleine das Frühstück am morgen vor dem Lauf war etwas ausgefallen. Sonst haben
wir uns dort sehr wohl gefühlt.
Bericht: Franz/Ralf
Bilder. Friedemann