Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald Die Taussendfüssler
Sonntag 21.12.2008 3 Stunden mit Heike und
bei Heike in Mühringen
MATSCHIG, MATSCHIG,
MATSCHIG!!!
Ich hatte in meiner Ausschreibung nicht zu
viel versprochen!!! ;-)
Und vergesst nicht unter diesem Bericht
kommt es noch???? Annette kann etwas noch besser als Kuchen backen…..lest
einfach…………..
Kein Regen, nicht zu kalt, eigentlich ideales Laufwetter und
doch saßen die Teilnehmer (Annette, Manne, Ralf, Roland, Volker und Dieter (er
lief bis Empfingen mit), heute morgen bei mir (Heike) in der Küche
und hatten keine Lust zu laufen!!! Warum nur? War es die Ankündigung des vielen
Matsches? Keine Ahnung, es gab keine Gnade also machten wir uns auf den
Weg. Erstmal Höhenmeter sammeln bis zum Mühringer Schloß, der Weg nach
Dommelsberg war zwar schon etwas nass und dreckig aber noch gut zu
laufen. Der Ort hat ca. 120 Einwohner, einer davon ist Migge Gerst, fast
hätten wir "Schellenputzen" gemacht und ihn geweckt. Irgendwie
hatten wir dann doch Mitleid mit ihm und sind lieber zum Dommelsberger Weiher
gelaufen. Dann über die Autobahn und Richtung "Bodenloser See". Hier
gab es die erste kurze Pause um die
Geschichte des Sees zu erzählen. Angeblich
soll dort ein Kloster versunken sein, weil die Nonnen ein sündhaftes Leben
getrieben haben. Keiner wollte das so richtig glauben, aber ein Erinnnerungsfoto
gab es trotzdem! Von dort ging es weiter über den Empfinger Tälsee (der
trockengelegt wurde), zum Kloster Kirchberg. Nicht ohne durch den Matsch zu watten!
Vom Blumenstand durch den Wald und dann wieder der Anstieg zum Kloster, alles
richtig tiefer Matsch und Dreck. Das Wasser lief nicht nur oben zum
Schuh rein, sondern durch jede einzelne Öffnung. Das Kloster Kirchberg haben
wir mit einem kurzen Rundgang durch den Garten, Nonnenfriedhof und
quer durch die Anlage von außen besichtigt. Dann freuten sich alle auf den
schön geteerten Weg, Pustekuchen!!! Der war schnell zu Ende, jetzt wurde es so
richtig eklig matschig. Augen zu und durch, nicht so einfach wenn man fast steckenbleibt!!!
Kurz vor Weildorf kamen dann wieder schöne Wege, eine kurze Dorfbesichtigung
per Fuß und ab zum Steinbruch von Haigerloch. Von oben in die Tiefe
blicken, das lohnt sich. Nun kam die letzte Herausforderung und wir liefen über
einen schönen Waldweg, rauf und runter, eigentlich eher runter, aber irgendwie
ging es immer wieder bergauf, nach Bad Imnau. Einige hatten sich schon gefreut
Mühringen zu sehen, zu früh gefreut!!! Es waren noch drei Kilometer zu
laufen!!!
Endlich nach über 3 Stunden reine Laufzeit,
über 500 Höhenmetern hatten wir unser Ziel erreicht. JEDER musste die Schuhe
ausziehen um die Pizzaweckle, den Käsekuchen und die Donauwellen (herzlichen
DANK Annette) genießen zu können.
Ich finde es war ein toller Lauf und ich
hatte wirklich nicht zu viel versprochen!!! ;-)
Heike
P.S. Die Bilder sind von Volker „dem“ Held

Ultraferkel auf
den Spuren sündiger und braver Nonnen
Endlich ist die Zeit der langen Läufe wieder angebrochen, in der jeder
Ultraläufer mal zu einem 3-Stunden-Lauf auf das jeweilige Laufrevier
einlädt. Die letzten langen Läufe lagen nun schon einige Wochen, wenn
nicht gar Monate zurück, so dass - mich eingeschlossen - der ein oder
andere bereits über Entzugserscheinungen klagte. Den Anfang machte
Heike, die zu einer Matschrunde eingeladen hatte. Wie immer bei solchen
Läufen, kam auch dieses Mal der Kulturteil nicht zu kurz.
Wir wateten durch Schlammlöcher zum mystischen "Bodenlosen See", dem
ersten Etappenziel. Sittsam mit Uschisocken unter den Longtights
bekleidet, lauschten wir Heike's Ausführungen. Es heißt, dass sich dort
einst ein Nonnenkloster befand. Da es hier die Nonnen seinerzeit mit der
Keuschheit wohl nicht so genau genommen hatten, ist das Kloster
untergegangen, d.h. es hat ihnen förmlich den Boden unter den Füßen
weggezogen. Noch kurz ein paar Fotos gemacht, und weiter ging's durch
den Schmodder. Nur schade, dass es nicht geregnet hatte!
Mit protestantischem Fleiß sammelten wir weiterhin bestens motiviert
unsere Kilometer. Vorbei ging's an einem einsamen Blumenstand mitten in
der Pampa, bevor wir den Tälesee in Empfingen erreichten. Jemand hatte
dort den Stöpsel gezogen, so dass uns die Befolgung des Badeverbots
nicht weiter schwer fiel.
Wir nahmen Kurs auf das Kloster Kirchberg, wo Heike uns wieder auf
Insiderwege führte, die wir Ortsfremde so nicht als Wege wahrgenommen
hatten. Weiter ging's mit der Ferkelei im Matsch, immer schön bergauf,
als wir schließlich das Kloster, eine sehr schöne Anlage erreichten.
Hier hat man bei schönem Wetter eine wundervolle Aussicht auf die Burg
Hohenzollern, die uns heute leider verwehrt blieb! Wenn's wenigstens
geregnet hätte!
Aus Respekt vor den Nonnen, legten wir eine Gehpause über dem Klosterhof
und dem Friedhof ein. Heute ist dieser Ort u.a. als Ort des gemeinsamen
Schweigens gedacht. Da weder Heike, noch ich besonders gut im länger-als
5-minütigem-Schweigen sind, haben wir relativ zügig den Ausgang anvisiert.
Wir kamen auf vergleichsweise sauberen Wegen zu einem großen Steinbruch,
der wie eine Miniaturausgabe des Grand Canyons wirkte. Es folgte die
obligatorische Fotopause und das Kind in mir vermisste schon den Matsch.
Unsere Füße waren eh schon durchnässt, so dass es auf mehr oder weniger
Schlammlöcher nicht mehr an kam! Ich würde nicht enttäuscht, doch
zunächst mussten wir uns durch die Äste eines umgeknickten Baums
friemeln und zwischendurch musste man den ein oder anderen Sturz vereiteln.
Mit dem reichhaltigen Kulturprogramm, einer kleinen Schneeballschlacht
zwischendurch und der Konzentration auf der schwierigen Laufstrecke war
man so abgelenkt, dass die 3 Stunden wie nix vorbei waren!