Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald "Tausendfüsssssssssler"

  Der Ultramarathon Lauftreff soll eine Anlaufstelle für alle Läufer/innen sein, die nicht immer die gleichen Strecken laufen möchten,die Freude am Laufen mit Gleichgesinnten   haben,sich erstmalig an Läufe über 3 Stunden wagen möchten,gerne durch die Natur laufen,sich auf Marathon und mehr vorbereiten,Erfahrungen   austauschen,Fahrgemeinschaften suchen,zusammen auf bestimmte Laufevents vorbereiten,ab und an neue Herausforderungen suchen,keinen übertriebenen Ehrgeiz   besitzen,nicht unbedingt einem Verein angehören möchten,keine weiteren Verpflichtungen haben möchten,nicht stundenlang  alleine auf weiter Flur laufen möchten.

 Baltic-Run 2008-08

 

Etappenlauf von Berlin nach Karlshagen über ca. 325 Kilometer in 5 Etappen

 Vom 3.08. bis 7.08.2008

           Mit dabei von den Tausendfüßßßlern

 Heike Christ und Franz Leins

Ja, der 1. Baltic Run über 324 Kilometer in fünf Etappen von Berlin nach Karlshagen war nicht nur für das Organisationsteam Neuland. Für Heike, nach sehr vielen persönlichen Erfolgen auf der Ultrastrecke wurde es bei ihren ersten Etappenlauf ein ganz besonderes Erlebnis mit einem sensationellen Ausgang. Obwohl Franz mit dem Trans Alpin schon einen Etappenlauf im Gepäck hatte war auch er gespannt was auf ihn zukommt denn 324 Kilometer in 5 Tagen wollen erst mal gelaufen sein.

 

 

Dass solch ein Lauf überhaupt statt finden kann bedarf es einer guten Organisation und schon jetzt kann ich berichten dass diese Team um Silke und Jörg Stutzke, Lutz Raschke und Grit Seidel verdammt gute Arbeit geleistet hat. Das Rad haben sie nicht erfunden doch es lief alles wie geschmiert und so hatten sie den Hauptanteil dass von 60 gestarteten Läufer/Innen 58 in das Ziel kamen. Ramona Hauser mit ihrer Physiotherapie tat das ihrige dazu mit  Massagen und Tapen die lädierten Muskeln und Gelenke für den nächsten Tag wieder auf Vordermann zu bringen.  Alle Einzelheiten werde ich mir ersparen denn diese findet man auf www.baltic-run.de . Leute schaut da mal rein.

 

 

So und nun sind wir am Samstag mit dem Flieger nach Berlin um am Sonntag das zu tun was wir tun wollten. Claudia und Kathrin Leins, Elisabeth und Jürgen Baumann ließen es sich nicht nehmen uns am Flughafen zu verabschieden und auch wieder zu empfangen.

Berlin – einchecken und Startunterlagen holen – Platz in Turnhalle für übernachten richten – Abendessen – schlafen und am nächsten morgen ging es dann los. Der Tagesablauf der nächsten Nächte war – Aufstehen- Frühstücken – Gepäck packen – Laufsachen richten – Start – Laufen – in das Ziel kommen – relaxen – duschen – Abendesse – Siegerehrung – schlafen – ja ungefähr so. Also ein leben auf der Matte und aus dem Koffer.  

1.Etappe Berlin – Hubertusstock        63 Kilometer

 

Start in Berlin an der Weltuhr um 8 Uhr mit einem Wellenstart so wollte es die Stadtverwaltung. Die Strecke entpuppte sich nicht als typischer Radweg, nein wir wurden immer wir auf das neueste überrascht dass wir uns bei einem abwechslungsreichen wunderschönen Landschaftslauf befanden. Also am ersten Tag sind wir – Heike/Franz – sehr verhalten angelaufen und auch selbstverschuldet ca. 3 Kilometer verlaufen was unsere Laune aber nicht beeinträchtigte. Es war ein schneller Renntag und so waren wir bei den letzten die sich in das Ziel Hubertusstock einfanden. Wir wollten aber auch nur einfach ankommen.    

6. Heike Christ                     7:49:14 Std.             

44. Franz Leins                   7:49:14 Std.

2.Etappe Hubertusstock – Prenzlau   66,9 Kilometer

Jetzt war für die langsameren Läufer um 7 Uhr Start, die schnelleren um 8 Uhr, ja wir also um 7 auf die Piste wo es auch schon nach einer Stunde pisste und stürmte und auch noch viele Höhenmeter dazu kamen. Für mich (Franz) ging es besser wenn ich nicht in der Gruppe gelaufen bin, denn so konnte ich individuell mein eigenes Tempo laufen das sehr unrythmisch war. Rein nach Gefühl war ich doch erstaunt wie gut es ging und so kam ich auch schon im Mittelfeld in das Ziel. Auch Heike konnte ihr Tempo etwas erhöhen und schon jetzt zeigte sich dass sie auf der zweiten Hälfte der Tagesetappe zügiger laufen konnte.

4. Heike Christ   7:49:27 Std. 

32. Franz Leins  7:36:18 Std.

3.Etappe Prenzlau – Ueckermünde    72,1 Kilometer

Die Königsetappe, denn es musste die längste Distanz von 72 Kilometer gelaufen werden. Es sollte der erste große Tag für Heike werde, wenn aber sie da noch nicht wusste dass sie noch was draufsetzten konnte. Der 3. Tagesplatz bei den Frauen sagt alles aus wie es ihr ging.

Für mich war es ein gemischter Lauf, denn nach der Hälfte hatte ich Schmerzen in linken Knöchel und so nahm ich das Tempo zurück bis sich der Knöchelberuhigt hat. Die letzten 17 Kilometer bin ich dann förmlich in das Ziel gesprintet.

3. Heike Christ                      8:29:56 Std.

31. Franz Leins                    8:04:30 Std.

 

4.Tag Ueckermünde – Usedom    63,2 Kilometer

Jetzt sah man beim Frühstück immer mehr die etwas schräg daherkam und so waren wir zufrieden dass wir noch Problemlos daherlaufen konnten. Diese Etappe wurde wieder sehr schnell angelaufen und ich ging in unserer Gruppe vorne mit nahm aber aufgrund der zu erwartetet Hitze das Tempo etwas zurück und so konnte lief ich ab der 2. Verpflegung ein paar Kilometer mit Heike. Wieder war es eine geniale Landschaft die mich bewog das Tempo zu erhöhen und zwischendurch mit Ralf eine 15 Kilometer lange Tempoeinheit zu machen. Die letzten 12 Kilometer nach Usedom lief ich dann etwas langsamer.

Heike bleib ihrer Philosophie treu und steigerte ihr Tempo wieder ab der Hälfte und nicht nur sie selbst war überrascht wie gut es ihr ging. Fast schon relaxt kam sie wieder als dritte Frau in das Ziel bei der Usedomer Turnhalle an.

  

3. Heike Christ                     7:11:40 Std.

24. Franz Leins                    6:41:54 Std.

5.Tag Usedom – Karlshage          59,7 Kilometer

Der Endspurt, ja so kann man es nennen denn alle die noch konnten warfen alles in die Waagschale was sie noch hatten und so wurde schnell gelaufen. Ich ziemlich an der Spitzte unserer Gruppe und die Frauen die sich gegenseitig beäugten dahinter. Ein Ausreisversuch einer Frau blieb erfolglos. Heike sammelte sie alle ein und musste auf dieser Etappe als 2. Frau nur die amtierende Deutsche Meisterin in den 24 Stundenläufen den Vortritt lassen. Für mich war es auch der beste Tag und ich konnte zusammen mit Markus Hand in Hand als erster der langsameren Gruppe durch den Zielbogen laufen.

Ja, es gibt noch so viel zu erzählen sehr viel doch das tun wir bei unseren kommenden langen Trainingsläufen.

Wir, Heike/Franz waren am meisten über uns überrascht wie gut es uns ging, wie wenig Plessuren wir abbekommen haben und wie wir uns bei jeder Etappe noch Steigern konnten. Das lange harte Training hat sich ausgezahlt und wir haben uns die Erfahrungen von Schlotti, J. Baumann, Friedemann und Manfred Huget zu eigen gemacht langsam anzulaufen.

Genau die langsame erste Etappe wo wir ganz hinten gelaufen sind war für uns entscheidend jeden Tag besser in das Rennen zu kommen.          

Neben dem dass wir unseren bisher größten sportlichen Erfolg einfahren konnten, waren wir sehr erstaunt über die wirklich sehr gute Atmosphäre die unter den Helfer und Läufern herrschte. Kein Läufer/In aus der schnelleren Gruppe die nach uns gestartet sind gingen grußlos beim Überholen an den anderen Läufer vorbei. Immer ein positive Wort auf den Lippen. Mir hat es sehr gefallen und auch das mit dem „Fliegen“ hat dann doch noch irgendwie geklappt. Warum auch nicht, wenn man erst mal im Flugzeug sitzt kommt man nicht mehr raus und aus ist die Geschicht.

 

2. Heike Christ                     6:43:47 Std.

17. Franz Leins                    6:26:22 Std.

Gesamtwertung ca. 324 Kilometer

4. Gesamt     Heike Christ  38:04:04 Std.

31. Gesamt   Franz Leins   36:38:18 Std.

 

Bericht: Franz Leins

Bilder:   Franz Leins