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Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald "Tausendfüsssssssssler" Der Ultramarathon Lauftreff soll eine Anlaufstelle für alle Läufer/innen sein, die nicht immer die gleichen Strecken laufen möchten,die Freude am Laufen mit Gleichgesinnten haben,sich erstmalig an Läufe über 3 Stunden wagen möchten,gerne durch die Natur laufen,sich auf Marathon und mehr vorbereiten,Erfahrungen austauschen,Fahrgemeinschaften suchen,zusammen auf bestimmte Laufevents vorbereiten,ab und an neue Herausforderungen suchen,keinen übertriebenen Ehrgeiz besitzen,nicht unbedingt einem Verein angehören möchten,keine weiteren Verpflichtungen haben möchten,nicht stundenlang alleine auf weiter Flur laufen möchten. |
Baltic-Run 2008-08
Etappenlauf von Berlin nach Karlshagen über ca. 325
Kilometer in 5 Etappen
Mit dabei von den Tausendfüßßßlern
Ja, der 1. Baltic Run über
324 Kilometer in fünf Etappen von Berlin nach Karlshagen war nicht nur für das
Organisationsteam Neuland. Für Heike, nach sehr vielen persönlichen Erfolgen
auf der Ultrastrecke wurde es bei ihren ersten Etappenlauf ein ganz besonderes
Erlebnis mit einem sensationellen Ausgang. Obwohl Franz mit dem Trans Alpin
schon einen Etappenlauf im Gepäck hatte war auch er gespannt was auf ihn
zukommt denn 324 Kilometer in 5 Tagen wollen erst mal gelaufen sein.
Dass solch ein Lauf überhaupt
statt finden kann bedarf es einer guten Organisation und schon jetzt kann ich
berichten dass diese Team um Silke und
Jörg Stutzke, Lutz Raschke und Grit Seidel verdammt gute Arbeit geleistet
hat. Das Rad haben sie nicht erfunden doch es lief alles wie geschmiert und so
hatten sie den Hauptanteil dass von 60 gestarteten Läufer/Innen 58 in das Ziel
kamen. Ramona Hauser mit ihrer Physiotherapie tat das ihrige dazu mit Massagen und Tapen die lädierten Muskeln und
Gelenke für den nächsten Tag wieder auf Vordermann zu bringen. Alle Einzelheiten werde ich mir ersparen denn
diese findet man auf www.baltic-run.de
. Leute schaut da mal rein.
So und nun sind wir am
Samstag mit dem Flieger nach Berlin um am Sonntag das zu tun was wir tun
wollten. Claudia und Kathrin Leins, Elisabeth und Jürgen Baumann ließen es sich
nicht nehmen uns am Flughafen zu verabschieden und auch wieder zu empfangen.
Berlin – einchecken und Startunterlagen holen – Platz in Turnhalle für übernachten richten – Abendessen – schlafen und am nächsten morgen ging es dann los. Der Tagesablauf der nächsten Nächte war – Aufstehen- Frühstücken – Gepäck packen – Laufsachen richten – Start – Laufen – in das Ziel kommen – relaxen – duschen – Abendesse – Siegerehrung – schlafen – ja ungefähr so. Also ein leben auf der Matte und aus dem Koffer.
1.Etappe Berlin – Hubertusstock 63 Kilometer
Start in Berlin an der Weltuhr um 8 Uhr mit einem Wellenstart so wollte es die Stadtverwaltung. Die Strecke entpuppte sich nicht als typischer Radweg, nein wir wurden immer wir auf das neueste überrascht dass wir uns bei einem abwechslungsreichen wunderschönen Landschaftslauf befanden. Also am ersten Tag sind wir – Heike/Franz – sehr verhalten angelaufen und auch selbstverschuldet ca. 3 Kilometer verlaufen was unsere Laune aber nicht beeinträchtigte. Es war ein schneller Renntag und so waren wir bei den letzten die sich in das Ziel Hubertusstock einfanden. Wir wollten aber auch nur einfach ankommen.
6. Heike Christ 7:49:14 Std.
44. Franz Leins 7:49:14 Std.
2.Etappe Hubertusstock – Prenzlau 66,9 Kilometer
Jetzt war für die langsameren
Läufer um 7 Uhr Start, die schnelleren um 8 Uhr, ja wir also um 7 auf die Piste
wo es auch schon nach einer Stunde pisste und stürmte und auch noch viele
Höhenmeter dazu kamen. Für mich (Franz) ging es besser wenn ich nicht in der
Gruppe gelaufen bin, denn so konnte ich individuell mein eigenes Tempo laufen
das sehr unrythmisch war. Rein nach Gefühl war ich doch erstaunt wie gut es
ging und so kam ich auch schon im Mittelfeld in das Ziel. Auch Heike konnte ihr
Tempo etwas erhöhen und schon jetzt zeigte sich dass sie auf der zweiten Hälfte
der Tagesetappe zügiger laufen konnte.
4. Heike Christ 7:49:27 Std.
32. Franz Leins 7:36:18 Std.
3.Etappe Prenzlau – Ueckermünde 72,1 Kilometer
Die Königsetappe, denn es
musste die längste Distanz von 72 Kilometer gelaufen werden. Es sollte der
erste große Tag für Heike werde, wenn aber sie da noch nicht wusste dass sie
noch was draufsetzten konnte. Der 3. Tagesplatz bei den Frauen sagt alles aus
wie es ihr ging.
Für mich war es ein
gemischter Lauf, denn nach der Hälfte hatte ich Schmerzen in linken Knöchel und
so nahm ich das Tempo zurück bis sich der Knöchelberuhigt hat. Die letzten 17
Kilometer bin ich dann förmlich in das Ziel gesprintet.
3. Heike Christ 8:29:56
Std.
31. Franz Leins 8:04:30 Std.
4.Tag Ueckermünde – Usedom 63,2 Kilometer
Jetzt sah man beim Frühstück
immer mehr die etwas schräg daherkam und so waren wir zufrieden dass wir noch
Problemlos daherlaufen konnten. Diese Etappe wurde wieder sehr schnell
angelaufen und ich ging in unserer Gruppe vorne mit nahm aber aufgrund der zu
erwartetet Hitze das Tempo etwas zurück und so konnte lief ich ab der 2.
Verpflegung ein paar Kilometer mit Heike. Wieder war es eine geniale Landschaft
die mich bewog das Tempo zu erhöhen und zwischendurch mit Ralf eine 15
Kilometer lange Tempoeinheit zu machen. Die letzten 12 Kilometer nach Usedom
lief ich dann etwas langsamer.
Heike bleib ihrer Philosophie
treu und steigerte ihr Tempo wieder ab der Hälfte und nicht nur sie selbst war
überrascht wie gut es ihr ging. Fast schon relaxt kam sie wieder als dritte
Frau in das Ziel bei der Usedomer Turnhalle an.
3. Heike Christ 7:11:40 Std.
24. Franz Leins 6:41:54 Std.
5.Tag Usedom – Karlshage 59,7 Kilometer
Der Endspurt, ja so kann man
es nennen denn alle die noch konnten warfen alles in die Waagschale was sie
noch hatten und so wurde schnell gelaufen. Ich ziemlich an der Spitzte unserer
Gruppe und die Frauen die sich gegenseitig beäugten dahinter. Ein
Ausreisversuch einer Frau blieb erfolglos. Heike sammelte sie alle ein und
musste auf dieser Etappe als 2. Frau nur die amtierende Deutsche Meisterin in
den 24 Stundenläufen den Vortritt lassen. Für mich war es auch der beste Tag
und ich konnte zusammen mit Markus Hand in Hand als erster der langsameren
Gruppe durch den Zielbogen laufen.
Ja, es gibt noch so viel zu
erzählen sehr viel doch das tun wir bei unseren kommenden langen
Trainingsläufen.
Wir, Heike/Franz waren am
meisten über uns überrascht wie gut es uns ging, wie wenig Plessuren wir abbekommen
haben und wie wir uns bei jeder Etappe noch Steigern konnten. Das lange harte
Training hat sich ausgezahlt und wir haben uns die Erfahrungen von Schlotti, J.
Baumann, Friedemann und Manfred Huget zu eigen gemacht langsam anzulaufen.
Genau die langsame erste
Etappe wo wir ganz hinten gelaufen sind war für uns entscheidend jeden Tag
besser in das Rennen zu kommen.
Neben dem dass wir unseren bisher größten sportlichen Erfolg einfahren konnten, waren wir sehr erstaunt über die wirklich sehr gute Atmosphäre die unter den Helfer und Läufern herrschte. Kein Läufer/In aus der schnelleren Gruppe die nach uns gestartet sind gingen grußlos beim Überholen an den anderen Läufer vorbei. Immer ein positive Wort auf den Lippen. Mir hat es sehr gefallen und auch das mit dem „Fliegen“ hat dann doch noch irgendwie geklappt. Warum auch nicht, wenn man erst mal im Flugzeug sitzt kommt man nicht mehr raus und aus ist die Geschicht.
2. Heike Christ 6:43:47 Std.
17. Franz Leins 6:26:22 Std.
Gesamtwertung ca. 324 Kilometer
4. Gesamt Heike Christ 38:04:04 Std.
31. Gesamt Franz Leins 36:38:18
Std.
Bericht: Franz Leins
Bilder: Franz Leins