Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald "Tausendfüsssssssssler"

  Der Ultramarathon Lauftreff soll eine Anlaufstelle für alle Läufer/innen sein, die nicht immer die gleichen Strecken laufen möchten,die Freude am Laufen mit Gleichgesinnten   haben,sich erstmalig an Läufe über 3 Stunden wagen möchten,gerne durch die Natur laufen,sich auf Marathon und mehr vorbereiten,Erfahrungen   austauschen,Fahrgemeinschaften suchen,zusammen auf bestimmte Laufevents vorbereiten,ab und an neue Herausforderungen suchen,keinen übertriebenen Ehrgeiz   besitzen,nicht unbedingt einem Verein angehören möchten,keine weiteren Verpflichtungen haben möchten,nicht stundenlang  alleine auf weiter Flur laufen möchten.

17. März 2007 internationaler  6 Stundenlauf in Nürnberg

Wir kamen sahen, wurden gesehen, liefen und siegten, erzielten persönliche Bestleistungen und zwei stiegen erstmals in die Welt der Ultraläufe ein.

Der Wettkampf begann nicht am 17. März 2007 mit dem Startschuss um 10 Uhr, nein so was beginnt bei uns schon Ende 2006 mit der Frage – Was machen wir in der Saison 2007??-. An Ideen fehlt es uns sicherlich nicht und ein 6 Stundenlauf ist für uns „auch“ nur der Einstieg in die volle Saison. Der Weg ist das Ziel und Ziele haben wir im Einzelnen sehr viele und auch sehr unterschiedliche. Deutschlandlauf, 1205 Kilometer in 17 Etappen, 24 Stunden in Basel, 6Tagelauf in Erkrath und und und ??? jeder hat so seine Ziele und darauf trainieren wir wenn es geht gemeinsam.

Viele lange gemeinsame Trainingseinheiten und wer dabei war, der weis dass wir nicht verbissen sind. Nur Kaffee und Kuchen darf nicht fehlen.

Und jetzt um 10 Uhr an den Start. Nein auch die Anfahrt gehört dazu, da werde nochmals Geschichten, Sprüche und manch andere Kuriositäten erzählt wegen der Nervosität. Täten wir zu Hause bleiben blieb uns das erspart doch auch wenn wir fast alle sparsame Schwaben sind, wollen wir uns solche Events nicht ersparen. Wir wollen schon unser Training in Leistung beim Wettkampf umsetzten und dafür nehmen wir auch das auf die Zähne beißen in Kauf. Wer in seinen persönlichen Grenzbereichen laufen möchte läuft auch zeitweise am Rande seiner Schmerzgrenze und genau das wollen wir und genau das taten wir auch in Nürnberg.

Wieso 6 Stunden in Nürnberg? Das Sri Chinmoy Marathon Team bürgt in all seinen Veranstaltungen für beste Vorraussetzungen, da braucht Mann/Frau nur noch laufen, da gibt es das Thema nicht was für eine Verpflegung gibt es, wie ist das sonstige Management, da stimmt alles für uns und besonders das immer sehr ruhige entspannte Drum herum und die sehr netten Helfer.    

Jetzt ist es 10 Uhr, der Startschuss, jeder einzelnen von uns läuft sein Rennen und die 1,521,9 Kilometer lange Runde bringt den Vorteil dass wir uns immer wieder treffen. Die Hatz hat begonnen und Friedemann beginnt mit dem Überrunden, mit dem Striche machen………………und das haben wir gemacht.

 

71,859 Kilometer für Friedemann Hecke der sich immer spitzbüberich freut wenn er uns beim überrunden einen Strich auf den Rücken machen kann. Insbesondere bei Heike, die es ihm diesmal sehr sehr schwer machte was uns auch freut. Als bester von uns reichte es für ihn zum 4. Platz und in M 45 und dem 16. Gesamtplatz unter 179 Teilnehmerinnen.

66,108 Kilometer für Jürgen Baumann und kennt ihr das Lied – mit 66 Kilometern – ist noch lange nicht Schluss-. Neue persönliche Bestzeit und das mitten aus seinem Training für den DL 2007 heraus und noch nicht mal kaputt. Heute wäre ich gerne noch 2 bis 3 Stunden länger gelaufen war sein Kommentar. Mein Kommentar zu Jürgen, du bist eine Laufmasch(in)e. 38. Gesamtplatz und 11. Platz in M 45.

62,727 Kilometer für Volker Held der mangels an Trainingskilometer das Vorhaben aufgab Franz zu überholen und die gesamten 6 Stunden als Begleiter und Tempomacher für Thomas Kaiser fungierte. Immer dicht auf den Fersen von Heike sprintete das Duo Held/Kaiser bei 48,5 Kilometer zu ihr auf und gemeinsam liefen sie mit der 50 Kilometerfahne die 50 er Runde. 60. Gesamtplatz und 14. in M 40 also noch im ersten Drittel.

62,727 Kilometer für Thomas Kaiser bei seinem Ultramarathondebüt, das kann sich sehen lassen und die Erkenntnis dass Volker ihn gnadenlos motivierend/treibend keine Chance lies locker zu lassen. 60. Gesamtplatz und der Blechplatz (4.) in M 30. Seine Frage auf der Anreise nach der Strecke – und wie ist sie Landschaftlich?- macht euch eure eigenen Gedanken über die Landschaft, er ist 43-mal im Kreis rum gelaufen.

51,439 Kilometer für Steve Robinson bei seinem Ultradebüt und er kann ein ganz anderes Lied singen wie der Jürgen. In Gedanken 50 Kilometer anvisiert, wenn nichts schief geht pack ich das. Nach dem passieren der 50 er Marke sagte er zu Franz, das Wandern das hab i mir verdient. Eine ihm fremde Läuferin sagte ihm dass er dann nur eine halbe Runde weit im Zeitlimit  kommen würde und den Rest in das Ziel ohne Wertung laufen muss. Verschenkt wird nichts auch als Nichtschabe und so in Gang gesetzt ließ er sich auch noch auf einen seiner bekannten Schlussspurts ein und das ausgerechnet mit Heike. Den Spurt hat er verloren, die Runde gewann er.

121. Gesamtplatz und 31. Platz in M 45.    

 

50,487 Kilometer für Hans Sütterlin sprangen für ihn nach 6 Stunden heraus und mit dem war er auch sehr zufrieden, denn die beruflich bedingten fehlenden langen Trainingsläufe machten sich doch im letzten Drittel bemerkbar.

130. Gesamtplatz und 13. Platz in M 55 und so ließ er noch fast 50 Läufer/Innen hinter sich.

46,297 Kilometer für Frank Ulrich Etzrodt und das immer mit Walkman und Walkschritt immer eisern lustig um die Wöhrder Wiese, immer zu einem Small Talk aufgelegt. So kennen wir ihn, so kennt ihn die Ultrawelt denn er lässt es sich bei einem solchen Event nicht nehmen die erste Runde in der Spitzengruppe mit zulaufen obwohl er von ganz rechts außen auf der Wiese gestartet ist.

150. Gesamtplatz und 16. Platz in M 55

68,258 Kilometer für Franz Leins wenn er/ich auch nicht ganz mein anvisiertes Ziel, die 70 Kilometer erreicht habe, so lohnte es sich wenigsten dass ich biologisch bedingt meine Altersklasse, ja glaubt es wirklich ich bin in der M 50 er Klasse angelangt und habe auf Anhieb diese Klasse gewonnen. Für mein Alter kann ich nichts dafür, doch meine Kilometerleistung habe ich mir systematisch antrainiert und es ist doch schön im höheren Alter noch persönliche Bestleistung zu laufen.

26. Gesamtplatz und 1. Platz in M 50 und nur eine Frau vor mir *grins* 

63,659 Kilometer für Heike Christ und was sie geleistet hat sagen am besten Zahlen aus.

3. Gesamtplatz und 1. Platz in W 35 persönliche Bestleistung um 1,5 Kilometer gesteigert, eigenen Vereinrekord verbessert und den Endspurt gegen Steve gewonnen und in den letzten 2 Stunden von Platz 8 auf 3 vorgelaufen. Im Gesamtklassement noch den 53. Platz erreicht, das reicht doch.

 

 

43 Bilder wurden von Elisabeth Baumann gemacht mit ausgezeichneter Qualität.

1,5 Stunden Beifall geklatscht hat Dagmar Hecke.

18 Bilder wurden von Günter Klitsch gemacht in leicht verschwommener Qualität mit der Bemerkung, wenn ihr aber auch so schnell lauft.

Der Lauf ist aus wir gehen nach Haus und suchen die nächsten Abenteuer aus.

Kommt am Karfreitag zu unserem Neckarlauf, ob 10, 20 oder mehr Kilometer denn der erste Schritt führt zum Ziel.

Bericht: Franz Leins

Bilder: Elisabeth Baumann, Günter Klitsch