Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald

"Tausendfüsssssssssler"

   20. Deutsche Meisterschaft im 100 Km-Straßenlauf  und

 

10. Int. 50 Km- Ultramarathon  am 29. April 2006 in Rodenbach  

 Und so einfach kommt ihr mir nicht davon....................

 auch wenn ihr mir alle davon gelaufen sind.........oh, doch nicht alle...........  Danke Stefan...........

 

 

Das macht „Mann/Frau“ freiwillig, niemand wird dazu gezwungen „100 derd“ Kilometer zu laufen. Ein Ruf der Tausendfüßßßßler in die Ferne und sie sind gekommen, gekommen zum trainieren, gekommen zum sehen, gekommen um zu hören, gekommen um zu probieren und pünktlich gekommen um am Freitag den 28. April mit nach Rodenbach zu fahren.

 Die Fahrt ohne nennenswerte Probleme genauso die Abholung der Startnummern, das Einquartieren in der Sporthalle zum Schlafen und für die ganz verwöhnten ein Hotel  wie „Uncool“.

            Und so verbrachten wir, ja wir waren mit Begleiter 14 Personen, den Abend im Schützenhaus beim gemeinsamen Abendessen. Und für die Delinquenten, die letzte Henkersmahlzeit. Freiwillig ja, freiwillig noch ein alkoholfreies Bier und ab zum Schlafen. Gemeinsam in der Sporthalle eine ruhige Nacht verbracht, die im Hotel mit Ehe/Partner genächtigten????? Ich sage immer wieder, heirate oder wollt ihr ewig Glücklich sein. Auf, und weiter geht es mit dem Frühstück das wir in verschiedensten Positionen einnahmen.

 Gefrühstückt, gecremt, gesalbt, getrunken, ge...........(denkt was ihr wollt) ein Gruppenfoto gemacht ging es kurz vor sieben zum Start ins Waldstadion. Die Sonne schien sehr schön als der Startschuss fiel und sie schien immer wieder zwischen den Regen- Hagel- und Schneeschauer. Ein Sauwetter, nein für die meisten war es ganz o.K. aber nur für die meisten oder besser gesagt für fast alle denn die persönlichen Bestzeiten purzelten nur so, aber mich der „Schreiber“ Franz, mich hat es mit Stefan ganz schön verpurzelt.

 

Und, wie ist es ausgegangen, gegangen ist nur der „Schreiber Franz“ denn die anderen sind gelaufen, mir einfach weggelaufen, davongelaufen, an mir vorbeigelaufen, um mich rum gelaufen ohne Gnade ohne Bedauern doch immer ein freundliches Wort, -- na geht’s noch???? Habe weggeschaut um nicht auch noch ihr grinsen sehen zu müssen oder waren das nur ihre verbissenen Gesichtsausdrücke?????????  

 

Heike Christ mutierte sich zum Rennhamster, denn sie hamsterte sich bei ihrem ersten 100 Kilometer Lauf sehr viel Bewunderung ein. Läuft sie doch erst seit 2 ½ Jahren und hatte bisher 2-mal Marathon und einen 6 Stundenlauf hinter sich. Mit viel Bammel, was erlebe ich auf der Strecke, was für Strapazen muss ich ertragen ging sie auf die 10-mal zu durchlaufende Schleife. Ich schreibe einfach ihre Zeit auf und das spiegelt alles wieder wie sie es gemeistert hat. 10 Stunden und 25 Minuten das war Optimum.

Marianne Haynold gab ebenfalls ihr Ultra-Debüt, wenngleich sie es zuerst mal auf der halben Distanz über die 50 Kilometer versuchte und dabei auch noch ihre Altersklasse gewonnen hat. Ein Sturz und Blut (Zehennagel) in den Schuhen taten ihrer Lauffreude keinen Abbruch. Sie ist jetzt infiziert mit dem Ultrafieber und das nach 5 Stunden und 25 Minuten.    

 

Renate Weilandt, erst seit diesem Jahr in unserer Trainingsgruppe, wo sie/wir viel Spaß zusammen hatten lief auch wie geschmiert obwohl sie nicht ganz mit ihrer Zeit zufrieden war.

Aber 4 Stunden 45 Minuten für 50 Km ist doch sehr gut denn damit hat sie auch noch den

2. Platz in W 45 geholt. Schade Renate, dass du von unserer Gegend wegziehst.

              

Die Männer

Friedemann Hecke, mit sehr ehrgeizigen Zielen, den Kreisrekord (Calw) in M 40 zu unterbieten, hatte einen guten Tag erwischt und doch ist ihm der Kreisrekord auf den letzten 10Kilometern entwischt. Die Beine waren noch gut doch der Kreislauf, „waas muaschh du au so schnell im Grengel rum laufah“ er tat nicht so recht mit und so setzte er sich bei Km 96 an der Verpflegungsstelle etwas zu lang hin, darum war der Rekord dahin.

Aber 8 Stunden 37 Minuten das muss man erst mal laufen können.

Hans Jürgen Schlotter, aus dem vollen Training heraus angetreten, in Basel

(24 Stundenlauf) da will ich es wissen, konnte deutlich die 9 Stundemarke unterbieten. Für ihn, der schon den Trans Europa Lauf gefinischt und dritt platziert beim Deutschlandlauf, für ihn war es erst der dritte 100  Kilometerlauf. Für solche kurze Distanzen hat er einfach keine Zeit.                                8 Stunden 45 Minuten klasse Leistung.

Jürgen Baumann, der früher sich immer gefragt hat, warum laufen mir die anderen immer davon, der ist jetzt vor sich selbst davon gelaufen. Immer im gleichmäßigen Schritt, Runde für Runde wartete er auf den Mann mit dem Hammer doch der kam nicht. Ihn hat er gnadenlos ausgetrickst und das mit 9 Stunden und 47 Minuten. Denkt euch mal, er hat seine Bestzeit um über 1 Stunde unterboten.  

                                 

 

Volker Held, er sagte noch vor der Abfahrt nach Rodenbach zu seiner Frau........ich lass mal den Franz ein paar Runden davonlaufen und werde ihn später überholen so wie immer. Doch er hat die Rechnung ohne den Wirt (Jürgen) gemacht denn beim Franz hat es geklappt doch der Jürgen ließ sich nicht einfangen. Denn dieser schickte den Mann mit dem Hammer einfach zu Volker und Franz mit den Worten, habe heute keine Zeit für dich, such dir ein anderes Opfer. Aber dennoch hat Volker Bestzeit gemacht mit 10 Stunden und 4 Minuten!

                                   

 

Manfred Huget, sein Lebenslaufziel ist dieses Jahr der Deutschladlauf in 17 Tagen und 1205 Kilometer quer durch Deutschland, und somit brauchte er Kilometer. Also kurzfristig sich an die Tausendfüßßßler angehängt lief er völlig ohne eigene Zeitvorstellung???? was denn wohl???? Natürlich auch Bestzeit in 10 Stunden und 22 Minuten. So ist es, wenn man sich selbst nicht unter Druck setzt läuft es meist viel besser.

                                       

 Iats komme i noo nedd, escht kommd der Ingo

 Ingo Schulze, einst ein super Mehrtagesläufer mit Guinness Buch Einträgen und jetzt ein Weltweit bekannter Organisator von Mehrtagesläufen, Länderdurchquerungen und Kontinentalläufen, er lief die 50 Km und gab alles um die 5 Stundenmarke zu unterbieten, was er auch geschafft hat. Er war bereits zu Hause als der „Schreiber“ noch auf der Piste war.

Franz Leins, des ben i, der „Schreiber“ und der letzte von den Tausendfüßßßler aber nicht der letzte im Ziel obwohl es mir irgendwann auch nichts mehr ausgemacht hätte. Denn letztendlich war das Fazit – Hauptsache nicht aufgehört – und nicht gejammert.

50 Kilometer ging es gut für mich als sich schlagartig meine Beinmuskulatur verhärtete. Nix war es mit Volker abhängen, dafür aber zusammen nach der 6. Runde durch das Stadionoval und zusammen ein wenig gejammert. Wie ich es geschafft habe und warum ich es getan habe weiter zu laufen???? Ich hab es einfach getan. Sagte ich noch bei 60 Kilometer zu Heikes Mann – der Vernünftige hört auf – die Frage ist, sind wir auch vernünftig.

10 Stunden und 45 Minuten und den Mann mit dem Hammer nach zähem Kampf besiegt.

Stefan Merz, ja leider hat er nach 60 Km die Segel gestrichen und den Lauf beendet. Was soll man schreiben, warum, weshalb, wieso??? ist halt eben so passiert. In der ganzen Trainingsvorbereitung lief er ohne Mühe mit und fand in Rodenbach einfach nicht seinen Lauftag.

 Hemmer iats elle, hao i iats no oahn vergessa oder oahne ?? joa naoh isch fedig der Schlamassel......... döes kritzla isch au a Uldra ah uldralangeh schenderei.

Und doch beinahe vergessen, unsere Fans die spät im Hotel gefrühstückt haben um noch unser Freud und Leid zu erleben. Schön war es, dass ihr mit uns mitgefiebert habt. Danke Elisabeth, Doris und Joachim!

 

Bilder

Vom Jürgen Baumann, Elisabeth Baumann, Joachim, Franz Leins.

Bericht und Copyrecht von Franz Leins