Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald
„Ultralauftreff Tausendfüsssssssssssler“
Es war ein Tag wie man ihn sich nur wünschen kann, wenn man geplant hat einen Marathon zu laufen. Angenehme Temperaturen schon zum Start, während des Rennens ständig leichte Bewölkung damit es nicht zu warm wird und nur sehr wenig Wind.
So waren wir „Drei“ (Volker, mein Bruder Jürgen und Kumpel Armin) auch guter Dinge, dass wir einen ordentlichen Marathon würden laufen können.
Recht weit hinten einsortiert, dass wir nicht zu schnell anlaufen, benötigten wir dann auch über 3 Minuten bis zur Startlinie. Aber ab da konnte man doch schon recht schnell sein Tempo finden und so liefen wir zu dritt von Beginn an sehr gleichmäßig und fanden gut ins Rennen.
So konnten wir auch die wieder einmal tolle Stimmung der zahlreichen Zuschauer vor allem an der Reeperbahn am Fischmarkt und an den Landungsbrücken genießen.
Bei Km 23 teilte uns total überraschend Armin mit, dass er abreißen lassen muss, da ihm sein Knie zu sehr weh tat. Wir liefen unser Tempo weiter und mussten später erfahren, dass für Armin dann bei Km 31 das endgültige Aus kam.
Ich hatte mir für meinen 5. Start in Hamburg vorgenommen nicht ganz ans Limit zu gehen, da ich noch einen weiteren Marathonstart im Mai sowie eventuell die 1oo km von Biel im Juni im Hinterkopf hatte. Und ich merkte, dass es mir sehr gut geht und ich absolut richtig unterwegs war. Für Jürgen galt die Devise dieses Tempo so lange wir möglich mitzugehen, um am Ende im Bereich seiner Bestzeit zu bleiben.
Als wir dann bei Km 37 beim „Klosterstern“ ankamen und dort von Tausenden von Leuten begeisternd auf die letzten Kilometer geschickt wurden, war dies die richtige Motivation um nicht mehr locker zu lassen.
So erreichten wir mit 3.26,23 gemeinsam das Ziel und Jürgen hatte seine Bestzeit um 1 min. 30 sec. verbessert.
Ein absolut gelungener Marathon war gelaufen und wir haben uns am Abend verdient das Weizenbier und Schnitzel in einer urigen Hamburger Kneipe schmecken lassen.
Am nächsten Tag ging es noch auf eine Tour durch Hamburg wo es ja bekanntermaßen allerlei Verschiedenes zu besichtigen gibt.
Da ich ein ausgesprochener „Hamburg-Fan“ bin (aber nicht beim Fußball) fällt es mir normalerweise schwer auch etwas negatives über diesen Marathon zu berichten.
Aber dieses Mal muss ich doch erwähnen, dass es sehr dürftig ist, wenn man auf 42 km Strecke an 15 Verpflegungsstellen nichts anderes serviert bekommt als Wasser und Bananen. Lediglich an einem Stand gab es noch Ultra-Buffer. Im Ziel gab es dann zwar einen Tee oder Apfelschorle aber zahlreiche Finisher haben vergeblich nach einem Schluck Cola o.ä. Ausschau gehalten was einigen sicher wieder schneller auf die Beine geholfen hätte.
Desweiteren hat es mich gestört, dass man schon am nächsten Tag in der Zeitung lesen konnte, dass der Veranstalter im nächsten Jahr die Startgelder um ca. 5 – 8 Euro anheben möchte nur mit dem Ziel zukünftig Topstars verpflichten und bessere Siegerzeiten erzielen zu können.
Nachdem bereits in diesem Jahr das Startgeld deutlich angehoben wurde, muss man sich doch langsam genau überlegen, welche Veranstaltung man mit seinem Start unterstützen will und welche nicht.
Aber alles in allem war es natürlich ein absolut gelungenes Wochenende in Hamburg, dass man jedem der einen Stadtmarathon liebt empfehlen kann.
Volker Held