Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald
„Ultralauftreff Tausendfüsssssssssssler“
1. Freiburg Marathon 28. März 2004
Schön, und doch vor allem der Halbmarathon zu teuer für kaltes Wasser und kein Cola ab 35 Kilometer beim Langen, sowie Urkunde und Ergebnisliste nur per Internet.
Die Organisation von Freiburg wird sicher von einem Erfolg sprechen. Bei vielem werde ich beipflichten, aber als wir den Start der Halbmarathoni`s sahen, mit über 5 tausend Teilnehmer/innen war uns klar, wer hinten steht, der steht. Eine Strasse wo ein Bus schon Probleme bekommen würde durchzufahren und in der Mitte noch eine gepflasterte halbrunde Dohle (Pissrinne) die nach umknicken schreit und ca. 500 Meter nach den Start ging es abrupt rechtwinklig links ab, da steht das hintere Feld nochmals. Danach war diese Strecke gut und flüssig zu durchlaufen mit etlichen Höhenmetern aber mit keinen giftigen Anstiegen. Sehr viele begeisterte Zuschauer und viel Musik an der Strecke aber leider ab 35 Km kein Cola oder Red Bull an den sonst guten Verpflegungsstellen wo ich nur auf freundliche Helfer traf.
Wir sind beim Marathonstart in der ersten Reihe gestanden um dem Gedränge und Gehschupse aus dem Weg zu gehen. Aber für alle ist da bekanntlich kein Platz. Also einfach über die Absperrung rüber und weg waren wir. Genial war unser Parkplatz, 50 Meter bis zum Start und von der Verpflegung (Ziel) nur 25 Meter, die wir nach dem Zieleinlauf gerade noch so schafften. Nicht nur das Wetter war gut zu uns, auch sonst war die Veranstaltung bis auf weniges organisatorisch aus der Sicht von uns gut bis sehr gut. Nur der Preis und die Startaufstellung na ja. Die Sichtweise der Läufer/innen die im Mittelfeld und noch weiter hinten waren ist mir nicht bekannt. Und doch gerade diese Läufer/innen können mehr über ein Marathonevent in bezug auf die Verpflegung und das Startverhalten aussagen denn auch der Letzte möchte optimal versorgt sein.
Der 1. internationale Freiburg Marathon mit Halbmarathon fand mit der Beteiligung zweier Läufer des LT Sulz am Eck, von vielen Läufer/innen aus Empfingen und eine große Gruppe vom LC Waldachtal (Ergebnisse/Bericht www.lcwaldachtal.de)
Unsere Taktik
Für Hans Jürgen Schlotter, ein Ultra-Mehrtagesläufer, war die Distanz von 42 Kilometer und 195 Meter eher eine Sprintstrecke angesichts seiner Mehrtagesevents. Voll in der Vorbereitung für den Spree Lauf über 6 Tage mit 420 Kilometern stehend, wollte Hans Jürgen es doch riskieren voll auf Angriff zu laufen um endlich die 3 Stunden zu unterbieten. Dem Rat vom Laufkamerad Franz Leins folgend schloss er sich dem Zugläufer für 2:59 an. Doch schon recht früh lief diese sehr große Gruppe in das eine halbe Stunde vorher gestartete, langsamere Halbmarathonfeld rein und so wurde es für Hans Jürgen ein sehr unrhythmisches Laufen. Als Folge wählte er die Flucht nach vorne und nahm die längere Außenbahn um etwas rhythmischer zu Laufen. Leider ging dieses Vorhaben nur bis Kilometer 35 gut und dann wurde er leider wieder von dem Zugläufer der 2:59 er Gruppe geschluckt und wie bei der Tour de France gleich nach hinten gereicht. Wissend, die 3 Stunden nicht mehr unterbieten zu können nahm er etwas den Druck heraus und finischte noch mit der ausgezeichneten Zeit von 3:02:22 was den 109 Gesamtplatz von über 3000 Läufer/innen bedeutete.
Für Franz Leins,
ebenfalls Ultramarathonläufer, war vor dem Start die Frage über sein Lauftempo
noch in den Sternen geschrieben. Seit Januar im guten Ausdauertraining stehend,
aber so gut wie keine schnelle Tempoeinheiten im Training wusste er nicht so
recht wo er steht. Mit dem Motto, die ersten 10 Kilometer voll anzugreifen und
dann Entscheiden, durchzuziehen oder das Tempo zurück ziehen, begann für ihn
der Start auf dem Freiburgen Messe Gelände. Das gutes Laufwetter setzte er in
für ihn gute Zwischenzeiten um, die 10 Kilometer in kapp 45 Minuten, den
Halbmarathon sogar in 1:33:40, und dieser Schwung hielt bis 35 Kilometer an.
Zwar blieb für ihn der Mann mit dem Hammer im Hintergrund, doch ab hier merkte
er die fehlenden schnellen Trainingseinheiten. Die letzten drei Kilometer waren
mehr als mühevoll und die Oberschenkelmuskulatur meldete sich auch zu Wort so
dass Franz mit seiner Zeit von 3:12:03 noch sehr zufrieden war.
Die Neuen Laufschuhe (Bild) vom Franz. Noch nicht ganz ausgereift aber doch schon schnell. Zumindest für ihn.
Hoffentlich animieren diese beachtlichen Zeiten und die gute Frühform der zwei Ultramarathonläufer die mittlerweile große Schar der Marathon-und Ultraläufer/innen, die sich uns zum gemeinsamen Training angeschlossen haben für weitere erfolgreiche Events jenseits des Marathons.
Ergebnisse 42,195 Kilometer
Hans Jürgen Schlotter : 3 h 02 min 22 sec Ges.Platz 109 Klasse M 40 22. Platz
Franz Leins 3 h 12 min 03 sec Ges.Platz 241 Klasse M 45 41. Platz
Bericht und Bilder Franz Leins