Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald
„Ultralauftreff Tausendfüsssssssssssler“
Die Europa Cup Wertung der Supermarathons fest im Visier
nahmen wir, das sind Hans Georg Sturm der
Oldie aus Glatt, Noris Rigotti die
Bergziege aus Horb , genannt das Schlitzohr und ich Franz Leins, wer weis was
ich für einen Nickname habe ???? beim
75 Kilometer Landschaftslauf in Celje mit sehr gutem Erfolg teil. Noris wurde
von Angela begleitet die auf dem letzten Streckenabschnitt, mir dem Franz nochmals einen kräftigen
Motivationsschub gab.
75 Kilometer als Landschaftslauf von Celje nach Logarska Dolina mit ca. 500 Höhenmetern plus und so gut wie keine minus an Höhenmeter waren ausgeschrieben. Lohnt es sich dafür den weiten Anfahrtsweg von 760 Kilometer, das heißt Freitags fahren- Samstags laufen- Sonntags heimfahren ??? . Ja nur die 75 Kilometer laufen, für das wäre der Aufwand zu groß gewesen, aber das drum herum und mal soeben nach Slowenien reinschnuppern hat sich echt gelohnt. Das Hotel „Europa“, sehr Zentral an der Fußgängerzone gelegen und zur Anmeldung und Start nur ca. 3 Gehminuten ebenso zum Italiener denn Spagetti braucht der Läufer/in brachte uns die nötige Ruhe.
Da wir uns alle im Vorfeld sehr wenig über die Streckenführung und deren speziellen Eigenheiten erkundigt hatten erlebten wir schon einiges Unliebsame auf den letzten 30 Kilometern das man vorher unbedingt hätte wissen sollen um sich darauf vorzubereiten zu können.
Die Strecke:
Start in der Fußgängerzone von Celje und schon nach gut
einem Kilometer kommt man an den Fluss (Name?) der einen bis zum Ziel
begleitet. Immer gegen den Strömungsverlauf also leicht bergauf, so dass es
einem kaum auffällt läuft man auf schmalen Trampelpfaden, Feld-und
Wirtschaftswegen die immer wieder durch
kleine Ortschaften führten bis ca.
Kilometer 45. Dieser Streckenabschnitt ist sehr kurzweilig und man freut sich
eigentlich schon auf den letzten Streckenteil der durch eine nicht enden
wollenden Bergschlucht verläuft. Aber weit gefehlt, denn dies letzen 30
Kilometer verbergen außer 300 Höhenmetern nur kurvenreiche Straße und immer wieder nur Straße auf denen
ein reges Verkehrsaufkommen höchste Konzentration verlangt. Kaum ein Blick der
schönen Landschaft ist einem vergönnt, denn man darf nur links laufen- nein man sollte nur links
laufen- wegen dem ständigen Gegenverkehr. Als dann die Straße immer
enger wird, und die vielen Wanderer und Walker auch noch die linke Spur fast
dicht machten und die Begleitradfahrer rechts von Autos bei Gegenverkehr
überholt wurden war es schon des öfteren nervig mit den müden Beinen zu Laufen.
Wanderer und Walker zollten den 75er sehr viel Respekt, feuerten sie auch an
aber machten keinen Platz für uns Läufer/innen so dass man sie auch noch
umkurven musste. Die letzten beiden Kilometer waren wieder eben und
verkehrberuhigter, da ab hier Maut bezahlt werden musste.
Der Zielbereich
entschädigte uns durch die freundlichen Helfer, durch kurze Wege und einem
Freibier (Pivo).
Die Verpflegung, so alle 5 Kilometer war gut bis sehr gut auch wenn wir nicht lesen/verstehen konnten was es so alles gab. Streckenbeschilderung fast optimal, die Organisation sehr freundlich mit dem Hauch der ehrenamtlichen Mitarbeit.
Leistungen:
Für 15 Euro, kein Witz 15 Euro für 75 Kilometer dabei eine Urkunde direkt nach Zieleinlauf, Medaille, T-Shirt, Freigetränk (Pivo) ,Gulaschsuppe (lecker) und Espresso ebenso umsonst der Rücktransport nach Celje mit dem Bus.
Zu uns :
Die ungewohnte aber sinnvolle Startzeit um 6 Uhr bei recht
milder Temperatur und Nebel leitete einen für alle drei unvergesslichen
Wettkampf ein. Noris und Franz, begleitet von der späteren Frauensiegerin,
begannen mit flottem Tempo das schwere Rennen das ständig einen
Gebirgsflusslauf leicht steigend folgte.
Abwechslungsreiche schmale Wiesen- und
Trampelpfade nur unterbrochen durch einzelne kleine Ortschaften bestimmten den
Landschaftscharakter bis zum Kilometer 45 der in der Zeit von 3 Stunden 35
Minuten gelaufen wurde. Ab hier teilte Franz sein Rennen neu ein, da er durch
eine Verletzung am Köchel sein Ziel die Endzeit unter 7 Stunden nicht gefährden
wollte. Dies war umso nötiger da die letzten 30 Kilometer bei hohen
Temperaturen noch über 300 Höhenmeter ständig auf einer vielbefahrener
Gebirgsstrasse die zudem noch sehr stark von Wanderern frequentiert wurde
gelaufen werden musste. Doch selbst diesen Erschwernissen zum Trotz erreichte
Franz als 7. seiner Klasse in 6 Stunden 56 Minuten das Ziel auf der Hochebene
von Logarska Dolina. Noris hingegen konnte sein Tempo trotz der immer steiler
werdenden Strecke beibehalten und mischte noch kräftig in der hinteren
Spitzengruppe mit was sein 17. Gesamtplatz in 6 Stunden 21 Minuten bei über 200
Teilnehmer/innen bezeugte. Sonst so „Lady Like“ ließ er der Frauensiegerin
nicht den Vortritt. Mit dem 2. Platz in
seiner Altersklasse unterstrich Noris bei noch einem ausstehendem Wertungslauf
dass mit ihm bei der Gesamtwertung des Europa Cup der Supermarathon zu rechnen
ist.
Unter den ersten 10 seiner Klasse war die eigene Zielvorgabe
die sich Hans Georg selbst gesteckt hatte. Ruhig das Rennen von hinter heraus
gestartet fand er seinen, für so einen langen Lauf nötigen Laufrhythmus und
konnte sogar noch die 9 Stundenmarke unterbieten was für ihn der 7. Platz in
der Klasse der über 60 jährigen bedeutete. Gut gelaunt über diese Leistung nahm
er das in Slowenien obligatorische „PIVO“ (Freibier) im Zielbereich dankend an.
Wir lernten so nebenbei sehr viel nette Menschen kennen und trafen außerdem noch die Elvira aus Aidlingen die sich mächtig über ihren 1. Platz der Altersklasse freute.

Ein Gruß noch an die nette Frauensiegerin, die sich dabei selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht hat.
Europa Cup der Supermarathon:
Von 5 in die Wertung kommenden Läufe müssen mindestens 3 erfolgreich absolviert werden um in die Gesamtwertung zu kommen. Für Noris und Hans Georg war es nach Rennsteig mit 73 Km und dem Bieler Nachtlauf über 100 Km der dritte Wertungslauf den sie einmal mehr wie gewohnt mit vorderen Plätzen in ihrer Altersklasse erfolgreich beendeten. Da Franz in Biel nicht das Ziel erreichte muss er jetzt beim Schwäbisch Alb Marathon über 50 Km nachsitzen.
Ergebnisse :
Noris Rigotti 6 h 21 min 43 sec. 17. Gesamtplatz 2. Platz M 55
Franz Leins 6 h 55 min 56 sec. 39. Gesamtplatz 7. Platz M 45
Hans Georg Sturm 8 h 57 min 39 sec 104. Gesamtplatz 7. Platz M 60