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| Mönchwasenlauf
Huch, jetzt
hänge ich ganz schön hinter her! Nach einer
turbulenten Woche und eine
Familienfeier
unweit des Merkers-Untertage-Marathons (menno! Zum Glück
gibt’s ja noch
den Rennsteig
mit zumindest einem Teil der Chaotengruppe!) nun also
etwas verspätet
der Bericht
zum diesjährigen Mönchwasenlauf:
In der Schlussphase
der Vorbereitungen für den Mönchwasenlauf
bin ich schon im Vorfeld
ganz schön
nervös geworden! Da ich inzwischen weiß,
was es heißt, den Rennsteig zu
laufen, hatte
ich in die neue Strecke einige Höhenmeter und sonstige
Gemeinheiten mehr
als letztes
Jahr reingepackt und via Google Earth neue Waldstückchen
erschlossen. Doch
genau hier
lag der casus jucktus! Ich konnte ja im Januar verletzungsbedingt
die
ausgeheckte
Runde nicht probelaufen, so dass ich gezwungen war,
an Günter und Manne
abzugeben,
die sodann erst mal die Runde entschärften. Erst
am Wochenende vor dem
Tag X hatte
es endlich mit dem Probelauf geklappt, bei welchem meine
Kondition noch
total beim
Teufel war! Ich hätte mir in den Allerwertesten
beißen können! Anders herum
ausgedrückt:
wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht
zu sorgen! Nä! Das war
wohl nix!
Aber ein gewisser Aktionismus musste jetzt schon sein,
um vor allem den
Übernachtungsgästen
zu zeigen, dass das Läufchen trotz Verletzungspause
oder gar jetzt
erst recht
stattfindet! Dafür nahm ich gerne beim Probelauf
die schmähliche 8er-Pace und
den 3-kilometrigen
Heimgang in Kauf! Ebenso Günter's Experimentierfreude,
die dazu
führte,
dass wir die geplante Strecke zugunsten eines neu entdeckten
Trails verließen.
Wunderschön
und damit mönchwasenwürdig, aber zu viele
mehr oder weniger versteckte
Abzweigungen
für meinen Geschmack. Dass sich eine Laufgruppe
dank mir verläuft,
musste nun
wirklich nicht sein. Doch wirklich streckenfest war
ich im Zuge der
Entschärfungen
immer noch nicht. Aber das brauchte ja keiner zu wissen!
Um kurz vor
9:00 Uhr trafen wir am nächten Morgen bei der Simmozheimer
Hall of Fame
ein. Dieses
Mal konnten wir mit insgesamt 33 Läufern sogar
einen Teilnahmerekordverzeichnen – trotz einiger kurzfristiger
kindergartenvirenbedingter Absagen!
Entsprechend
groß war die Wiedersehensfreude und dementsprechend
lange hatte das
Begrüßungsritual
gedauert, denn immerhin durften wir sogar einige Läufer
kennenlernen,
die beabsichtigten,
mit bzw. bei uns fremdzulaufen (hier noch 'n Stückl
runterscrollen!)!
Pünktlich
zum Start hörte der leichte Nieselregen auf und
die Sonne guckte hervor.
Zunächst
ging‘s knackig bergauf, dieses Mal bei anständigem
Puls. Nach einigen ebenen
Kilometern
ging es über den Kaffeeweg ins Nagoldtal, bevor
es auf verwitterten
Buntsandsteintreppen
auf die Burg Liebenzell ging.
Das Gemäuer
reflektierte die Wärme der Wintersonne so sehr,
dass man versucht war,
sich der Laufjacke
zu entledigen. Doch nur ein paar Meter später im
Schatten merkte man
sofort, dass
der Winter noch die Oberhand hatte. Weiter ging’s dann
über den Kurpark
zum ersten
Verpflegungsstop. Das war also die erste Streckenhälfte,
d.h. wenn man ins
Tal läuft,
muss man irgendwann wieder die ganze Chose hoch. Noch
einmal gab’s ein
Déjà
vu mit dem Kaffeeweg , immer schon bergauf, wo ein leicht
zu übersehender Trail
abzweigte,
der zur Dachsbauhütte führte. Wir waren also
noch richtig, puuuhhh….
Inzwischen
hatte sich unsere Gruppe in zwei aufgeteilt, doch durch
die vielen versteckten
Extra-Trails
hatte man sich immer wieder gefunden, um einige Meter
gemeinsam laufen zu
können,
so dass die unterschiedlichen Trainingsstände der
einzelnen Teilnehmer keinerlei
Abbruch taten.
Nur gut, dass sich Manne am Vortag nochmals das Essen
kräftig durch
den Kopf gehen
lassen musste und deshalb nun ein langsameres Tempo
vorzog! Zwar
musste ich
die Übernahme der langsameren Gruppe vehement verteidigen,
aber in
diesem Bereich
war ich nicht sonderlich streckenfest und damit nicht
ausreichend
tannenkollerresistent,
so dass es gut war, dass Manne in diesem waldreichen
Stück in der
Nähe
war! Nun wurde es wieder flacher und das Tempo schneller.
Dass ich hier oben
sogar einige
Kilometerchen mit Friedemann mithalten konnte, muss
ich rot in meinem
Kalender eintragen!
Noch einmal
ging’s bergauf, bevor es zum Duschen und zum Ausklang
in in Mönchwasen
ging. Es war
wieder ein rund um gelungenes WE und es bleibt zu hoffen,
dass unser
bierseliges
Läufchen auch in den nächsten Jahren der Kurschatten
für viele bekannte und
unbekannte
(Fremd-)Läufer bleiben wird!
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La 442,195
km Eure & Loir – Heike Christ
Ich habe mich erneut an einen Etappenlauf gewagt. Diesmal habe
ich mir den „La 442,195km Département Eure & Loir“ in Frankreich
ausgesucht. Dank der Übersetzung von Elke Mönch konnte ich dann auch die
Ausschreibung lesen. Die Verpflegung war „spartanisch“ ausgeschrieben, mal
sehen was mich da erwartete. Der Lauf fand erstmalig statt und ich war dann
doch erstaunt wie toll der Lauf organisiert
war. Zu bewältigen war eine Gesamtstrecke von 442,195 km in 7 Tagen. Durchschnittlich
sind dies 63 km pro Tag. Die Wegstrecke führte immer wieder sternförmig zur
Stadt Chartres. Landschaftlich hat die Region Eure & Loir Getreide- und
Maisfelder zu bieten, so weit das Auge reicht. Ich kann euch sagen, Felder
rechts, Felder links, dann läufst du 30-40-50km und was siehst du? Felder
rechts, Felder links. Auch die zwei kleinen Flüsschen Eure und Loir, die dieser
Gegend ihren Namen gaben, waren in der kaum bewaldeten Region, immer mal wieder
zu sehen. Gelaufen wurde auf kaum befahrenen Landstraßen. Manchmal führten die
Wege durch sehr kleine, alte und verschlafen wirkende Dörfchen. Hey, hier ist
absolut der „Hund begraben“. Abwechslung gab es nur wenn man an eines der vielen kleinen Loire-Schlössern vorbei kam. Täglich
gab es genügend und gut bestückte Verpflegungsstationen. Ich habe gefuttert wie
ein Pferd und getrunken wie ein Kamel. Bei der derzeitigen großen Hitze wäre
ich sonst vermutlich „zusammengeschnottert“. Essen wie ein Pferd war kein
Problem, entweder gab es Essen in einem Restaurant oder wieder hatten unseren
eigenen Koch. Wow, der konnte kochen!!! Er servierte heimische Gerichte, die
oft leckerer waren als das Essen im Restaurant. Dank neuster Technik können wir
ja mittlerweile den täglichen Kalorienverbrauch messen. Erstaunlich was da so
zusammen kommt. Ich habe in diesen 7 Tagen 28.646 Kalorien verbraucht!!! Die
Franzosen sind ein absolut herzliches Volk, auch wenn ich selten verstehe was
sie sagen, Gesten mit Händen und Füßen oder ein Umarmung, alles perfekt. Roland
Riedel hat zum Glück die Übersetzung beim täglichen Infoaustausch vorgenommen,
sonst hätte ich nicht mal gewusst wann ich am nächsten Tag starten muss. Roland
und ich sind gemeinsam gelaufen, er hat mich als „Bremserin“ für seinen
bevorstehenden Deutschlandlauf benutzt. Das kann ich gut, sowieso wenn es so
heiß ist, ich wollte einfach nur durchkommen und das möglichst ohne größere
Probleme! Was nicht ganz so einfach war, die Ausfallquote lag bei 25% und bei
einigen war sicher auch die Hitze mit schuld. Fazit: Täglich ein „paar
Kilometerchen“ laufen, dann duschen, ausruhen und was futtern. Laufklamotten
für den nächsten Tag richten, Koffer packen, abends früh ins Bettchen und am
nächsten Tag wieder ein bisschen Sport treiben. Aktivurlaub so wie ich ihn mag
und das bei einer perfekt organisierten Veranstaltung!!!
Sonntag, 4. Juli 2010 – 1. Etappe
Chartres – Chartres – 68 km
Start: 7:30 Uhr, Morgens, kleine Bäche und Seen, Natur pur, ruhige und
wunderschöne Dörfer. Mittags, heiß, freies Feld und Landstraßen. Langsam laufen
und viel trinken. Profil, sehr abwechslungsreich, rauf und runter. Laufzeit:
8:19.46 Std.
Montag, 5. Juli 2010
– 2. Etappe Chartres – Saint-Denis-les-Ponts – 72 km
Start: 6.00 Uhr. Morgens, schon früh heiß. Freies Feld, selten winzige,
verschlafene Dörfer. Mittags zum Glück bewölkt. Profil, nur leicht wellig.
Laufzeit: 8:36.44 Std.
Dienstag, 6. Juli
2010 – 3.Etappe Saint-Denis-les-Ponts – Brou – 60 km
Start: 6.30 Uhr – 2. Startgruppe. Profil, sehr wellig, fast immer an
Landstraßen. Temperatur recht angenehm. „Nur“ 60km in 7:12.27 Std.
Mittwoch, 7. Juli
2010 – 4. Etappe Brou – Fontain-la-Guyon – 74 km
Start: 6.00 Uhr – 2. Startgruppe. Die Königsetappe, hatte
ein anspruchsvolles Profil. Viele Höhenmeter und noch mehr Sonne. Die Hitze war
enorm und durch die Teerstraßen wurde sie fast unerträglich. Langsam werden die
Lippen wund, trotzdem, Unmengen trinken. Ich sah aus wie Angelina Jolie, total
dicke Lippen, na wenn das alles ist! Laufzeit: 8:57.24 Std.
Donnerstag, 8. Juli
2010 – 5. Etappe Fontaine-la-Guyon – Bailleau-I'Evêque – 56 km
Start: 6.30 Uhr - 2. Startgruppe.
Kaum geschlafen in der Nacht, zu warm und es gibt bei Tag wieder eine
Hitzeschlacht. Profil, machbar, 1. Paar Schuhe „runtergeschlürft“. Die
Landstraßen fallen seitlich steil ab. Laufzeit: 6:26.13 Std.
Freitag, 9. Juli 2010
– 6. Etappe Bailleau-I'Evêque – Prunay-le-Gillon – 70 km
Start: 5.30 Uhr. Morgens, Nieselregen und dann bewölkt. Nur 1,5 Stunden
Sonne und ein leicht welliges Profil. Laufzeit: 7:53.31 Std.
Samstag, 10. Juli 2010
– 7. Etappe Prunay-le-Gillon – Prunay-le-Gillon 42,195 km
Start: 9:00 Uhr. Nach 400km in 6 Tagen, heute steht der
Abschlußmarathon an. Von Beginn an Sonne, macht nichts, nach 4:38.45 Std. alles
geschafft. FINISHER!!!!!
Gesamtergebnis nach 7 Tagen: 442,195 km in 52:04.50 Stunden,
2. Frau, 6. Gesamtplatz
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Biel ohne Küsschen ist wie Suppe
ohne Salz!
„Einmal musst du nach Biel“,
sagte schon Werner Sonntag. Wirklich nur einmal? Da bin ich mir nicht so
sicher! Mit Biel verhält es sich ähnlich wie eine offene Tüte Kartoffelchips
oder einer angebrochenen Tafel Schokolade: man muss immer wieder zugreifen,
vulgo: immer wieder dort laufen!
Nach einigen Staus sind wir
gegen 17:00 Uhr in Biel eingetroffen. Nachdem alle Startformalitäten erledigt
waren, dösten wir noch für'n gutes Stündchen auf dem Parkplatz, wobei der
einsetzende Regen der finalen Hardcore-Chillerei ein jähes Ende setzte.
Dieses Mal hatten wir sogar den
Luxus einer Radbegleitung! Eric, ein guter Bekannter vom Lauffossil, hatte sich
viele Gedanken darüber gemacht, was er alles für uns mit auf die Strecke nehmen
könnte und war umso erstaunter, dass er es mit zwei totalen
Ausstattungsignoranten zu tun hatte! Sozusagen für unsere Psyche gaben wir ihm
noch Ersatzlaufschuhe und -klamotten mit, die jedoch auch dieses Mal unbenutzt
blieben. Das Wichtigste war Flüssigkeit en Masse, denn es war sehr schwül und
so wie es aussah, sollte es auch fast die ganze Nacht so bleiben!
Noch vor einem halben Jahr war
die <11 unser Ziel, was wir jedoch im Mai nach oben korrigieren mussten. Das
Lauffossil hatte permanent beruflich Land unter, so dass er nicht optimal
trainieren konnte, während ich ja noch bedenken musste, dass sich womöglich
noch der Rennsteig bemerkbar machen könnte. „Niveau halten“ (11:35 h) war nun
die Devise und das Allerwichtigste: wir starten wieder ganz hinten! Nach
mehreren Tagen Laufpause sticht mich nämlich immer der Hafer, so dass ich mich
tempomäßig kaum beherrschen kann. Da hilft eben nur Trick 17!
Gemütlich begaben wir uns nun
zum Start und ließen alle schön brav den Vortritt, bzw. reihten uns direkt
hinter der Lauflegende Werner Sonntag ein. Ü 80 und so fit! Total
bewundernswert!

Um 22:00 Uhr wurden wir in die
Nacht hinaus geschickt. Zunächst ging's durch die Bieler Innenstadt, wo wir –
wie später in Aarberg - viele Kinderhände abklatschten. Der 1. km ging in einem
disziplinierten 7er-Schnitt weg. Allmählich hatten wir zu unserem Tempo
gefunden, doch irgendetwas schien mit dem Lauffossil nicht in Ordnung zu sein.
Es war aber auch verdammt schwül! Wir nahmen daraufhin lieber mal etwas Tempo
heraus und ließen uns an den Verpflegungsständen etwas Zeit. Zum Glück ist es
ja mein Magen gewohnt, dass er immer alles schön durcheinander „serviert“
bekommt – Iso, Bouillon, Cola, Sportgetränk (was ist eigentlich da der
Unterschied zum Iso?), Gels...
Inzwischen hatten sich die
Radbegleiter dazugesellt, bzw. Eric war sogar mit Kamera bewaffnet an Ort und
Stelle. Dass das Lauffossil sogar außerhalb einer Verpflegungsstelle etwas zum
Trinken brauchte, ließ mich sehr skeptisch werden, denn das passte überhaupt nicht
zu ihm! In Kirchberg (km 56,1) stand dann sein Entschluss fest, auszusteigen.
6:24 h waren wir zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Es kam bei ihm einfach zu viel
zusammen – die Schwüle, Magenprobleme, Schlafmangel infolge beruflichen Stress
etc., so dass sein Entschluss aufzuhören, der einzig richtige war.
Galanterweise erklärte sich Eric
bereit, mich für den Rest der Strecke zu begleiten. Doch zunächst folgte der
berühmte Ho-Chi-Minh-Pfad, wo absolutes Fahrradverbot war. Riesig hatte ich
mich schon auf diesen Streckenabschnitt gefreut, wo letztes Jahr absolute
Stille und Natur pur herrschte! Doch
dieses Mal war das Wäldchen so übervölkert wie der Ticketschalter vorm Schloss
Neuschwanstein. Ausgerechnet auf diesem crossigen Abschnitt überfiel mich
plötzlich die Müdigkeit. Na toll! Mitten auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad einschlafen –
das kann nur eine fertig bringen! Mädel, stell dich nicht so an, gleich gibt’s
wieder was zum Trinken, rief ich mir innerlich zu, während ich über Stock und
Stein vor mich hinstolperte.
Ich fand Eric am Bikertreffpunkt
und kurze Zeit später kam auch der erlösende Verpflegungsstand und meine
Gosch'n lief wieder wie geschmiert – ein gutes Zeichen. Eric versorgte mich km
um km mit meiner aktuellen Pace – immer recht gleichmäßig so um die 6:30/km.
Doch die Verpflegungspausen waren demnach richtige Zeitfresser, aber was sein
muss, musste sein.
Nach 8:49 h kamen wir in Bibern
(km 76,6) an, wo uns ein fieser Anstieg erwartete. Ich gönnte mir eine Gehpause
und vorher noch ein Ekel-Gel und viel Flüssiges. Es folgten einige schöne
Bergab-km, zum Teil auch recht steile. Hier war ich so richtig in meinem
Element, hier gingen die km sogar <6:00/km weg.
Inzwischen waren 80 km gelaufen
und die km entlang der Aare zogen sich ewig hin, aber wenigstens hatte sich
inzwischen die Schwüle verdünnisiert. Doch Eric verstand es, zu motivieren und
sogar dort Gels aufzutreiben, wo eigentlich keine waren. Zu meiner Überraschung
hatten nämlich einige Zuschauer Läuferpicknickkörbe gepackt und somit so
manchem Läufer den Tag gerettet!
Es folgte der psychologisch
wichtige km 90. Ab hier wurde es jetzt einstellig! Eric hatte mich inzwischen
so abgefüllt, dass ich den letzten Verpflegungsstand sogar auslassen konnte. Km
95. Ab hier wurde jeder km wieder einzeln beschildert. Es war schon hart, aber
100 km sind kein Spaziergang. Da musste ich jetzt durch. So einen Ultra zu
bewältigen ist anderseits auch eine höchst emotionale und unvergessliche
Angelegenheit! Km 96, 97, 98... und ****kreisch*** 99!! Das Busserl auf das Schild
gehört ja zum guten Ton, wie ich letztes Jahr gelernt hatte, bzw., das musste
jetzt einfach sein – und wenn's die Bestzeit kostet!
Anschließend schalte ich so gut
es ging meinen Turbo ein und stürmte jubelnd nach 11:36 h ins Ziel. Ach ja –
die Bestzeit habe ich um etwa 1:30 versemmelt, aber ich weiß wenigstens, wo ich
„getrödelt“ hatte! ;-)
Ergebnisse:
56,1 km (115 Teilnehmer)
55. „Lauffossil“ Gerhard Schorr; M 55; 6:24,12 h
100 km (1.260 TeilnehmerInnen)
409. Annette Reim; 10. W 40; 39.
Frauen gesamt; 11:36,47 h
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| Fellbach 6/12 h
Am Samstag fand in Fellbach-Schmiden der trationelle 6/12-Stundenlauf statt.
Ralf Linke und ich (Heike Christ) nahmen den 12-Stundenlauf unter die Hufen. Um
8.00 Uhr herrschte beim Start bestes Laufwetter, bewölkt und nicht zu warm, das
ließ echt hoffen auf einen guten Lauf. 2 Stunden konnten wir ruhig unsere Runden
drehen, dann war der Start zum 6-Stundenlauf. Plötzlich "jagten" uns die
6-Stundenläufer über die Piste, da war auch Manfred Huget dabei. Doch auch ihnen
heizte dann die Sonne und zunehmend schwüle Luft ein. Gefragt waren dann nicht
nur die Verpflegungsstation, sondern auch die Wasserstationen mit der großen
Wanne, gefüllt mit kaltem Wasser. Ralf und ich drehten ca. 6,5 Stunden gemeinsam
unsere Runden, wobei wir meistens von der Vorjahressiegerin begleitet wurden.
Doch plötzlich nahmen beide Gas raus und ich war alleine unterwegs. Warum
wollten die plötzlich nicht mehr mit mir laufen? Lag es an mir? An der
zunehmenden Hitze? Oder daran, dass ich einfach das Anfangstempo weiter lief?
Hmmm, ich entschied mich einfach weiter zu laufen, ich hatte ja noch genügend
Zeit darüber nachzudenken. Die Strecke in Fellbach ist zwar nicht komplett
flach, aber dafür recht abwechslungsreich. Der Weg führt über Felder, vorbei an
einer Straße, dann wieder durch´s Stadion, da war dann immer was los. Wir hatten
hier schließlich "Heimvorteil", viele bekannte Gesichter und da gab es dann auch
das eine oder andere Schwätzchen auf der Strecke. Um 16.00 Uhr wurde es
schlagartig ruhig auf der 2,09km-Strecke, die 6-Stundenläufer waren fertig. Imke
Constien vom Vfl Ostelsheim warf mir dann noch die aufmunternden Worte "Ich
könnte jetzt keinen Schritt mehr laufen" zu. Prima, ich hatte nochmals 4 Stunden
vor mir. Die vergingen dann doch relativ schnell, weil Günter Klitsch im Stadion
kräftig für Stimmung sorgte wenn ich um die Ecke kam. Ralf hatte ich in der
Zwischenzeit schon ein paar Mal überrundet, bei den Frauen lag ich mit etlichen
Kilometern an der Spitze, also schaute ich mal welche Männer ich noch ärgern
konnte. Viel Männer waren da nicht mehr zur Auswahl, am Ende waren nur noch 2
Männer vor mir und der Zweite bangte schon schwer um seine Platzierung. Nach 12
Stunden hatte Freddy Seifert nur noch 836 Meter Vorsprung. Nach 12 Stunden war
ich dann ziemlich froh als das Schlußsignal ertönte. Puhh, Teil 1 meiner
Wochenendeplanung war geschafft!!! Teil 2 folgte am Sonntag beim Marathon in
Tuttlingen. Nach kurzer Nacht startete ich gemeinsam mit Roland Riedel beim
Aesculap-Marathon im Donautal. Dort war ich dann mit 4:46.20 Stunden so langsam,
dass ich unter falschem Namen (Heike Graf) und ohne Vereinsangabe in der
Ergebnisliste landete!!! Ist mir auch noch nie passiert. Eine kilometerreiche
Trainingswoche hatte ihr Ende gefunden, mit einem Sieg in Fellbach und einem
Marathon zum Wochenschluß. Ralf war mit seiner Leistung in Fellbach-Schmiden
ebenfalls super zufrieden, war es doch der längste Lauf den er je gemacht hatte.
Deshalb ist er seit Sonntag im Urlaub!!! Die Platzierungen: 6-Stundenlauf
Fellbach: 2. Frau - Imke Constien - 65,545 km - 6. Gesamt - 1. W40 15.
Manfred Huget - 54,351 km - 2. M55 21. Günter Klitsch - 50,162 km - 3. 50
12-Stundenlauf: 1. Frau - Heike Christ - 112,136 km - 3. Gesamt - 1.
W406. Ralf Linke - 104,576 km - 1. M40
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Rennsteig: Mit Tannenkoller ins
schönste Ziel der Welt
Um 6:00 Uhr wurden wir mit
teutonischer Volksliedkunst auf die Strecke geschickt. Ein Transparent „nur
noch 72 km bis Schmiedefeld“ hielt uns nochmals vor Augen, was wir da
eigentlich zu tun gedachten. Nach nicht einmal einem km ging's los mit der
Bergaufschinderei – und dies für die ersten 25 km, wobei bei km 8 ein sehr
schöner Fernblick auf die Wartburg den Aufstieg abrundete. Je nach Steigungsintensität lief oder ging
ich. Der Nebel hielt sich hartnäckig und vor lauter Fichten sah man den Wald
nicht mehr. Über Stock und Stein ging's höher und höher. Bäh! Ich fluchte und
kam mit einer Läuferin ins Gespräch. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Schemenhaft zeichnete sich nun der Inselberg ab. Es folgte km 25, d.h. das
schwierigste 1. Drittel war geschafft. 
Extravagant ging's bergab – auf
einer steilen Holztreppe. „Mal etwas ganz Neues“, entfuhr es mir. Es folgte ein
kurzweiliger Streckenabschnitt, der einem kilometerlangem Speed Dating
gleichkam. Es wiederholte sich immer wieder das gleiche Prozedere: zuerst wurde
einem eine Hand entgegengestreckt und nach einer kurzen Vorstellung folgten die
klassischen Fragen: bist du zum 1. Mal hier, ist das dein erster Ultra usw. Am
besten gefiel mir die Frage: „du kommst bestimmt aus Berlin, so wie du
sprichst!“ Das war – je nach Steigung oder Gefälle – ein Kommen und Gehen und
eine sehr willkommene Abwechslung zum Dauertannengrün und dem allgegenwärtigen
Rennsteiglogo am Wegesrand.
Alle 5 km gab's ein rot-weißes
Km-Schild. Es gab also doch noch andere Farben außer tannengrün am Rennsteig!
Wenig später schloss ein oller Ultra-Unsympath zu mir auf. Mit einer Gehpause
gelang es mir jedoch, ihn schnell wieder loszuwerden, doch dann bekam ich
hören, dass eine gute Läuferin doch nicht geht! Moment mal! Als Ultraläuferin
darf ich das und außerdem heißt's im 'Rennsteiglied „ich wandre so gerne...“ -
nicht: ich laufe so gerne, gab ich zurück. Nun konnte ich mich wieder meinem
Ommmmhhh widmen. Das war nötig, denn ich bekam so langsam einen Tannenkoller.
Bis zu km 50 habe ich diese grüne Hölle im dichten Dauernebel stoisch ertragen,
doch inzwischen ist noch das Schrabben der Nordic Walker dazugekommen. Mit
Händen und Füßen reden ist eins (wovon ich mich leider auch nicht freispechen
kann), doch dies mit den Walkingstöcken zu tun, ist eine andere! Die
Sturzgefahr war ohnehin immens hoch, bzw. immer wieder sind Läufer gestürzt,
doch zum Glück ist, soweit ich das überblicken konnte, nichts weiter passiert.
Ein Läuferpärchen das offensichtlich zu meinem Läuferdunstkreis gehörte,
meinte, ich würde wohl niemals aufgeben. Hä? Aufgeben, was ist das? Wer will
hier aufgeben? Wie sich herausstellte, hatten die beiden mit dem Gedanken
gespielt, am Grenzadler auszusteigen. Aber doch nicht so kurz vor'm Ziel,
protestierte ich. Klar, war es jetzt ätzend, aber das ist bei einem Ultra in
diesem Stadium normal! Ich bekam noch mit, wie die beiden sich darauf einigten,
doch noch weiterzulaufen.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum...
schrabb, schrabb, schrabb... Ich werde noch wahnsinnig! Zum Glück kam wieder
eine größere Verpflegungsstelle. Ich begutachtete ausgiebig die Menükarte. Bloß
nicht den Schleim und das Salz verpassen! Jetzt musste doch endlich mal dieser
dubbelige Grenzadler kommen! Wie sich herausstellte, hatte ich ihn doch glatt
verschlafen. Doch einen fiesen Anstieg gab's noch – den Beerberg, der höchste
Punkt der gesamten Strecke, was man auch an den letzten Schneeresten am
Wegesrand sah. Noch 15 km waren zu laufen. 6:40 Stunden war ich zu diesem
Zeitpunkt schon unterwegs.
Inzwischen fühlte ich mich in
meine Anfängerzeiten zurückversetzt – ein Stückchen laufen, ein Stückchen
gehen, denn es kündigten sich Wadenkrämpfe an. Die folgenden 10 km gingen
deshalb nur in äußerst trägen 1:30 Stunden weg. Ich versuchte nun, mit so wenig
Kraftaufwand wie möglich zu laufen. Hauptsache, ankommen!
Nachdem nun endlich auch der
Beerberg bezwungen war, wurde mir von verschiedenen Seiten versichert, ab jetzt
ginge es nur noch runter. Doch nun waren mir auch die kleinsten Anstiege zu
viel. Selbst auf der Ebene musste ich teilweise gehen. Ich war am Ende. Nur
noch 3,2 km, rief mir ein Läufer zu. Bei km 70 wurde es wieder etwas besser, so
dass 71 und 72 schnell erreicht waren.
Nach 8:50 war's geschafft! Dies war der härteste Lauf, den ich jemals
hatte – dennoch: das schönste Ziel der Welt ist Schmiedefeld!
Fazit: Ob ich es dieses Jahr an
Weihnachten über mich bringe, mir eine Fichte, schlimmer noch, eine „Nordic
Fichte“ ins Haus zu holen, muss an dieser Stelle offen bleiben! ;-)
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Trainingslauf
60 KM Museums-Radweglauf
Von
Nürtingen nach Weil der Stadt
Am
18.04.2010 um 8:00 Uhr
starten wir in Nürtingen Hardt (Grötzingerstrasse 22
L1185) mit einem läuferfreundlichen 6er Schnitt und
schauen , wie lange wir den halten können. Der langsamste
gibt das Tempo vor !
In
Schönaich werde ich ein Auto zur Getränkeversorgung
deponieren. Ansonsten ist Gertänkegürtel oder Laufrucksack
Pflichtausstattung.Sonst könnte es passieren, dass wir
ein zweites Soldatengrab ausheben müssen.
Den
Rückweg von Weil der Stadt machen wir mit den öffentlichen
Verkehrsmittel , ausser wir finden bis dahin noch einen
, der sich erbarmt und uns zurückfährt.Bitte meldet
Euch bei mir wenn Ihr Interesse habt, damit wir eine
Fahrgemeinschaft nach Nürtingen organisieren und auch
ausreichend Treibstoff beschaffen können.
Tel
07157-27548
Mail
:good-run@gmx.de

Bis
dahin good run
Jürgen
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Radlrundlauf am Sonntag, 28.03.2010
Pünktlich um 8.30 Uhr NEUER Zeit -
Sommerzeit - sind wir am Waldstation in Dagersheim zum Radlrundlauf gestartet.
Der erste Verpflegungspunkt bei Stefan Merz in Maichingen wurde angesteuert.
Nach ca. 8km war dieser erreicht und es wurde reichlich aufgetischt. Stefan
verabschiedete sich und machte sich in den wohl verdienten Urlaub nach Venedig
auf! Nein, wir sind nicht neidisch, wir gönnen es ihm!!! Weiter ging es
teilweise auf der Strecke des Glaspalastlaufes in Richtung Sinderfinger Wald.
Vorbei am Breuningerland in das Laufrevier des Therme-Lauftreffs. Beim Waldheim
befand sich der 2. Verpflegungspunkt. Anschließend führten uns die letzten 15km
auf der alten Panzerstraße vorbei an den US-Kasernen in Richtung Dagersheim zum
Ausgangspunkt. Die Strecke war sehr abwechslungsreich, mal durch den Wald, mal
auf der freien Flur, mal Waldweg, mal Teerweg und mal rauf, mal runter. Die
Gespräche waren lustig und teilweise auch ein bisschen "gehässig", gell Florian
und Volker!!! ;-) Die zwei sind ziemlich übermütig, ihr großer Ausflug nach San
Francisco steht vor der Tür. So soll es sein!!! Und eigentlich hätte das auch
vollkommen gereicht, zumindest empfanden dies fünf der zehn Teilnehmer so. Warum
nur können wir es nicht bei 36km belassen? Das ist doch eigentlich mehr als
genug. Doch was sind 36km wenn der Marathon doch so nahe ist? Also gut, wie zu
erwarten war, gab es noch ein Bonus-Ründle zum Radl-Rund!!
Jürgen
Baumann hat auch gleich noch einen weiteren tollen Lauf in Aussicht gestellt.
Lasst euch überraschen, genauere Informationen folgen!!!
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| Schlotti läuft 1000 Meilen
Es sollte nicht sein - erstmals in seiner bisher
sehr erfolgreichen Ultraläuferkarriere, wobei er in den
Kontinental - 5000 KM - Etappen - und
Mehragesläufen zur Weltspitze gehörend ist, musste "Schlotti" ein Rennen
vorzeitig beenden. Zu kurz war die Regenerationszeit nach dem letztjährigen 4500
Km Lauf von Bari bis zum Nordkap. Es mangelte nicht an der Kondition, nein der
Körper (Fuß) machte nicht ganz mit.
Und doch, beginnenend lief er in den ersten 24
Stunden 174 Km, in 48 Stunden lief er 316 Km in nach 3 Tagen hatte er 448 Km,
das ist im Schnitt fast 150 pro 24 Stunden. In 144 Stunden (6 Tage) verbuchte er
noch 747 KM also noch 124,5 Km pro Tag und das alles nicht in bester Verfassung.
Endgültig aus dem Rennen ging er nach 6 Tagen 6 Stunden 3 Minuten und 21
Sekunden mit 757 Km.
http://www.dayrunners.gr/
Hans Jürgen, das muss man erst mal laufen können. Hut
ab vor deiner Leistung, wenn auch deine Zielsetzung nicht aufging.
Die Tausendfüßßler
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